Die FIA wird morgen wegweisende Entscheidungen für 2010 treffen

Formel 1 2009

— 28.04.2009

FIA-Weltrat: Budgetlimit wird abgesegnet

In der morgigen Sitzung in Paris wird neben der McLaren-Bestrafung im Zuge der Lügenaffäre auch über die Zukunftspläne der Formel 1 entschieden

Alle Welt spricht über die Lügenaffäre und über die mögliche Strafe, die McLaren-Mercedes im Zuge dessen zuteil werden könnte. Doch bei der morgigen Sitzung des FIA-Weltrates geht es um mehr - um viel mehr. Das Gremium soll am Mittwoch die Regeln für 2010 und die Pläne zur Einführung eines Budgetlimits absegnen. FIA-Chef Max Mosley macht Druck, denn er will den potenziellen Interessenten für einen Einstieg in die Formel 1 endlich eine konkrete Persepktive bieten.

Ursprünglich wollte Mosely eine Obergrenze von 30 Millionen britischen Pfund (umgerechnet rund 34 Millionen Euro) durchsetzen, doch über die Höhe des Budgetlimits wird noch diskutiert. Der FIA-Chef hatte die Teams um Vorschläge gebeten, doch ein entsprechendes Feedback blieb bislang aus. "Das ist ein komplexes Thema", sagte Toyota-Präsident John Howett gegenüber 'Autosport'. "Die Frage wird sein, was alles unter die Budgetgrenze fällt. Aus Toyota-Sicht wollen wir, dass auch die Fahrergehälter darunter fallen, wenn wir wirklich sparen sollen."

"Es gibt viele verschiedene Meinungen", erklärte Howett weiter. "Was passiert denn eigentlich mit den Leuten, die Kundenmotoren zur Verfügung stellen? Die brauchen doch ein größeres Budget. Nehmen wir die Motoren dann also aus der Rechnung raus? Es sind sich alle einig, dass wir eine realisitische Grenze einführen sollten und diese dann nach und nach absenken. Außerdem muss geklärt werden, was alles unter die Budgetgrenze fällt."

Sollte der FIA-Weltrat morgen die Einführung eines Budgetlimits beschließen, dann ist der Weg für ein Parallel-Regelement frei. Alle Teams, die sich freiwillig dieser Budgetbeschränkung unterwerfen, sollen zusätzliche technische Freiheiten genießen. Neben verstellbaren Flügeln und besseren Unterböden sollen die entsprechenden Teams möglicherweise auch höhere Drehzahlen fahren dürfen.

Laut Mosley gibt es derzeit acht Interessenten für einen Einstieg in die Formel 1. Neben der amerikanischen USGPE-Mannschaft sind dies die GP2-Teams ART, Campos und iSport sowie Lola, Epsilon-Euskadi, Prodrive und A1GP-Boss Toni Teixeira. Nur drei neue Mannschaften sollen jedoch Zutritt zur Königsklasse bekommen. Diese Mannschaften sollen sich für fünf Jahre in der Formel 1 verpflichten und im Gegenzug dafür 10 Millionen Dollar (rund 7,7 Millionen Euro) an TV-Geldern sowie eine Erstattung von Transportkosten erhalten.

Fotoquelle: xpb.cc

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