Bernie Ecclestone will endlich wieder mehr sportliche Schlagzeilen sehen

Formel 1 2009

— 29.04.2009

Ecclestone: "Am Samstag die Strecke abwaschen"

Bernie Ecclestone will ein Ende der Diskussionen um Regeländerungen, bringt aber gleichzeitig selbst wieder neue Ideen vor

Der Formel-1-Zirkus gastiert zwar erst in rund zehn Tagen in Spanien, aber Bernie Ecclestone ist bereits vor Ort. Der Drahtzieher der Königsklasse war am Abend beim Championsleague-Spiel zwischen dem FC Barcelona und dem FC Chelsea zu Gast und hatte trotz eines langweiligen 0:0 seinen Spaß. Der Brite kam ohne Bodyguards und ohne weibliche Begleitung. "Warum sollte ich Bodyguards nehmen? Von der einzigen Person, die mich unter Druck setzt, bin ich jetzt geschieden", scherzte Ecclestone im Gespräch mit der spanischen Zeitung 'AS'.

Der Formel-1-Boss zog im Stadion "Camp Nou" diverse Parallelen zwischen Fußball und Formel 1. Der größte Unterschied sei allerdings das Regelwerk, welches sich in der Königsklasse im steten Wandel befinde. "Das ist nicht gut. Man spricht ja nur noch über die Regeln", sagte Ecclestone, der endlich wieder mehr sportliche Schlagzeilen lesen möchte. "Wobei die Vorschläge von Max Mosley allesamt mit besten Absichten entstanden sind."

Die eigenen Vorschläge kamen nicht gut an. Ecclestone hatte sich für ein Medaillensystem stark gemacht. Mit dieser Idee konnte er sich allerdings nicht durchsetzen. Er klagte: "Ich verstehe immer noch nicht, wo der Unterschied sein soll. Bei meinem System hilft einem ein zweiter Platz nicht weiter. Außerdem kann es doch sein, dass ein Pilot in der ersten Saisonhälfte alles gewinnt und ein anderer in der zweiten Hälfte." Für Spannung sei also nach wie vor gesorgt.

Ohnehin böte diese Saison viele reizvolle Aspekte: der Aufstieg von Brawn, die Leistungen von Sebastian Vettel und die Aufholjagd der Topteams der Vorjahre. "Ich denke, die Meisterschaft ist völlig offen", so Ecclestone. Er traue Jenson Button den Titel ebenso zu wie Vettel und dem spanischen Superstar Fernando Alonso: "Aber der muss erst einmal ein gutes Auto bekommen."

Immer wieder wurde über einen möglichen Ferrari-Vorvertrag von Alonso für 2010 spekuliert. Ecclestone wiederholte seine Aussage, er sei lange Zeit davon ausgegangen, dass es ein solches Schriftstück gebe, aber schließlich eines Besseren belehrt worden. "Ich habe es von jemandem erfahren, der wirklich weiß, was vorgeht", so der Brite, der den bevorstehenden Sponsordeal von Santander zu Ferrari angestoßen hatte: "Ich habe vor langer Zeit schon gesagt, dass die Farben gut zusammenpassen würden. Alonso hat damit nichts zu tun."

In der Diskussion um ständige Regeländerungen überraschte Ecclestone selbst mit einem seiner Einfälle: "Am Rennwochenende liegt irgendwann so viel Gummi auf der Strecke, sodass nur noch ein Linie fahrbar ist. Wir sollten die ganze Strecke am Samstagabend vielleicht abwaschen." Auch Sprinkleranlagen könnte er sich vorstellen. "Warum nicht?", lachte der Brite, der anscheinend immer noch keine Anzeichen von Amtsmüdigkeit zeigt.

Fotoquelle: xpb.cc

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