Sebastian Vettel wird zumindest vorerst nicht zu BMW zurückkehren

Formel 1 2009

— 29.04.2009

Vettel und BMW: Keine Verbindung mehr

Lange stand Sebastian Vettel neben Red Bull auch bei BMW unter Vertrag, doch die Münchner haben ihre Chance auf das Supertalent nicht genutzt

2004 wurde Sebastian Vettel mit einem Rekord von 18 Siegen in 20 Rennen Meister in der Formel BMW, doch sein Helm trug schon damals das Red-Bull-Design. Der Youngster wurde tatsächlich bis in die Formel 1 hinein von BMW und Red Bull unterstützt, was zwischenzeitlich zu einem vertraglichen Tauziehen um die Rechte an ihm führte.

Doch BMW hat die Option auf Vettel verstreichen lassen, sodass der Deutsche 2010 "definitiv nicht" zu den Münchnern zurückkehren wird, wie Christian Horner klarstellt: "Sie hätten ihn kriegen können, hatten eine Option auf Sebastian. Bedingung war: Sie mussten ihm ein festes Cockpit für die Saison 2008 geben. Sie ließen ihn aber schon Mitte des Jahres 2007 zur Red-Bull-Familie ziehen. Damit haben sie ihre Rechte an ihm endgültig verloren", so der Red-Bull-Teamchef im Interview mit der 'Sport Bild'.

Über Vettels Vertrag will Horner nichts verraten, aber: "Er ist längerfristig, läuft über diese Saison hinaus." Bis Ende 2010, wenn unsere Informationen stimmen. Doch Red Bull wird höchstwahrscheinlich alles unternehmen, den 21-Jährigen auch darüber hinaus im Team zu behalten, schließlich gilt er als Liebkind von Red-Bull-Chef Dietrich Mateschitz und als absoluter Sympathieträger unter den Mitarbeitern - von den sportlichen Erfolgen ganz zu schweigen.

"Besonders Adrian Newey ist total angetan und fasziniert von ihm", sagt Horner. "Für ihn ist Sebastian schon in seinen jungen Jahren einer der brillantesten Piloten, mit denen er je gearbeitet hat. Dazu muss man wissen: Adrian arbeitete unter anderem mit Ayrton Senna, Alain Prost, Nigel Mansell, Mika Häkkinen und Kimi Raikkönen. Der Junge sei ganz was Spezielles, hat mir Adrian schon nach der ersten Begegnung mit ihm gesagt."

Der Brite vergleicht seine heiße Zukunftsaktie "mit einem genialen Mittelfeldregisseur im Fußball, der so eine gute Technik hat, dass er nie auf den Ball schauen muss und schon zwei Spielzüge voraus denken kann". Dazu passt: Spaßvogel Vettel sorgt unter den Mechanikern immer wieder mit seinen Stimmenimitationen für herzhafte Lacher. Eine seiner Paradeimitationen ist die von Deutschlands Jahrhundertkicker Franz Beckenbauer.

Mit seiner Unbeschwertheit erobert Vettel alle Herzen im Sturm. Horner liefert ein Beispiel: "Es war bei einer der ersten Testfahrten, ich glaube in Jerez. Mitten in der Runde sagte Sebastian, er komme jetzt rein, weil er mal pinkeln müsse. Dabei benutzte er einen Slangausdruck, den noch nicht einmal jeder Engländer kennt. Das hat die Jungs total vom Sockel gehauen. Die waren tief beeindruckt", grinst so der Red-Bull-Teamchef.

Fotoquelle: xpb.cc

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