In Donington Park kehrt noch immer keine Ruhe ein

Formel 1 2009

— 03.05.2009

Donington: Konfusion und positive Zeichen

Noch immer regiert das Chaos in Donington, doch Simon Gillett sieht sich weiter in der Kontrolle - neues Geld für den Großbritannien-Grand-Prix?

Was man in den vergangenen Wochen aus Donington hörte, war insgesamt wenig positiv. Simon Gillett, der die Formel 1 aus Silverstone weglockte und nach Donington holte, stand vor einem Problem: Aufgrund der Finanzkrise wankte sein Finanzierungsmodell, Baugenehmigungen wurden nur halb unterzeichnet, ein wichtiges Formular fehlt bis heute. Bis auf Weiteres begannen die Arbeiten an der Strecke, doch sicher ist nichts.

Eben das erwähnte Formular wird vermutlich aber nicht von Gillett zurückgehalten, sondern von Kevin Wheatcroft, dem Grundeigentümer der Strecke. Beide liegen im Clinch - mitsamt rechtlichen Auseinandersetzungen -, da Gillett mittlerweile Mietschulden angesammelt haben soll.

Inmitten hinein in diese Welle der Hiobsbotschaften kommt nun auf einmal positive Bewegung. Die Stimmung hellt sich auf, denn offenbar kam neue Unterstützung für das Umbauprojekt in Form von finanzkräftigen Mitstreitern. Wer dahinter stecken könnte, ist nicht bekannt. Im Vorfeld wurde jedoch schon spekuliert, dass sich Bernie Ecclestone persönlich einklinken könnte.

Pessimismus unangebracht?

Damit würde der Machtkampf wieder in Richtung Gillett umschwingen, der gewillt ist, weiter die Oberhand zu behalten. Sollte er aber erneut Hilfe brauchen, um das Vorhaben schnell voranzubringen, könnte die Unterstützung seitens Wheatcroft nachlassen. Für einen neuen Mitstreiter wäre man aber wohl zu neuer Hilfe bereit.

Gillett gibt sich unterdessen siegessicher. "Hier hängt viel Negatives in der Luft", erklärte er dem Sunday Express. "Ich verstehe das. Ich könnte mein Geschäft am besten damit finanzieren, dass mir jeder, der denkt, dass der Grand Prix nicht hier stattfinden wird, einen Pfund gibt. Dann hätte ich Donington schon dreimal umgebaut."

Angenehm ist die Lage dennoch nicht. Anstatt sich mit Details des Umbaus zu beschäftigen, redet er mit Banken, Anwälten und Serienorganisatoren, die erbost auf die Rennabsagen reagieren. Eine kleine Sicherheit kann er nun vorweisen. Der Vertrag über den Großbritannien-Grand-Prix lief zunächst zehn Jahre ab 2010. Nun sollen es schon 17 sein. Für etwaige Investoren erhöht dies die Sicherheit.

Von öffentlichen Geldern muss sich Gillett aber weiter verabschieden. "Wir müssen akzeptieren, dass wir Einzelpersonen mit einem Formel-1-Vertrag sind, während andere Länder für ihre Strecken bezahlen", erklärte er. Aber: "Was immer auch einige sagen, die Dinge hier laufen positiv."

Fotoquelle: xpb.cc

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