Bernie Ecclestone möchte Ferrari unbedingt auch weiterhin in der Formel 1 sehen

Formel 1 2009

— 04.05.2009

Ecclestone: Das Budgetlimit ist Verhandlungssache...

Eine Formel 1 ohne Ferrari kann sich Cheforganisator Bernie Ecclestone nicht vorstellen - Budgetobergrenze nicht in Stein gemeißelt?

FIA und Ferrari liegen derzeit im Clinch: Hintergrund ist das vor wenigen Tagen verabschiedete, freiwillige Budgetlimit von 40 Millionen Britischen Pfund (etwa 45 Million Euro), wofür sich die Teams ab 2010 entscheiden können. Doch wer seine Ausgaben weiterhin nicht deckeln will, der muss auf viele Entwicklungsbereiche verzichten und nach einem anderen Reglement fahren. Das ist Ferrari ein Dorn im Auge und Präsident Luca di Montezemolo wetterte in den vergangen Tagen kräftig dagegen.

Im Raum steht demnach sogar, dass es schon bald eine Formel 1 ohne Ferrari geben könnte - FIA-Präsident Max Mosley würde einen Rückzug der Roten jedenfalls verschmerzen. Anders Bernie Ecclestone: Der Formel-1-Chef möchte sein Aushängeschild auf keinen Fall verlieren, stellt sich demonstrativ hinter Ferrari und will ein Ausscheiden der Scuderia um jeden Preis verhindern: "Soweit werde ich es nicht kommen lassen."

"Es sollte jeder mit einer Budgetobergrenze einverstanden sein - auch Ferrari. Wir müssen sie nur dazu bringen, sich ebenfalls dafür zu entscheiden und genau das können wir bewerkstelligen", sagte Ecclestone der 'Times'. "Nichtsdestotrotz gibt es gewisse Bedenken, was die Geldmenge und das zweigeteilte Reglement anbelangt. Das sind allerdings gewiss keine großen Baustellen, die es in diesem Zusammenhang zu beackern gilt."

Demnach scheinen der Betrag sowie das im Raum stehende, zweigeteilte Reglement noch nicht zweifelsfrei endgültig zu sein. Kommt es also einmal mehr zu einer Kompromisslösung? Ecclestone geht jedenfalls fest davon aus, dass Mosley lediglich den Anstoß geben und sich mit einem radikalen Vorschlag Gehör verschaffen wollte: "Leider kann Max die Dinge nicht mehr so schön verpacken, wie ihm das in der Vergangenheit gelungen ist."

"Statt solche Geschichten nett zu verkaufen und mit einem lila Schleifchen zu versehen, will er sie einfach in eine alte Schachtel packen, eine Schnur herum ziehen und einen Knoten darauf setzen", erläuterte Ecclestone, der sich in dieser Angelegenheit als Vermittler zwischen den Fronten einschalten möchte. "Man sollte Max aber niemals in die Position kommen lassen, wo er eine Diskussion oder einen Streit vom Zaun brechen kann."

"Er ist nämlich richtig clever und dagegen wird man nicht ankommen", erläuterte Ecclestone und verwies damit einmal mehr auf das Wortgefecht zwischen dem FIA-Präsidenten und Di Montezemolo: "Selbst wenn du letztendlich die Oberhand behalten solltest, dann ist das in etwa so, als würdest du im Publikum sitzen und ich würde das Mikrophon halten. Du lässt etwas Kluges von dir und ich gebe dir einfach nicht das Mikro - so einfach ist das."

Fotoquelle: xpb.cc

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