Bernie Ecclestone droht mit dem Einbehalt der 20 Millionen an Preisgeld

Formel 1 2009

— 04.05.2009

Ecclestone: "Besser Honda als Brawn"

Bernie Ecclestone hätte den Namen Honda gerne weiter in der Formel 1 gesehen, und will die Honda-Preisgelder aus der Saison 2008 am liebsten behalten

Drei Siege in vier Rennen, eine deutliche Tabellenführung, aber auf den weißen Siegerautos steht der Name Brawn und nicht mehr Honda. Während die Laune bei den Honda-Managern in Tokio derzeit sicherlich nicht die Beste sein dürfte, fand auch Bernie Ecclestone einen Makel an der bisherigen Erfolgsstory der Formel-1-Saison 2009.

"Ich war gegen den Namen Brawn", bekannte der 78-Jährige gegenüber dem britischen 'Independent'. "Das ist kein guter Name, denn er sagt der breiten Öffentlichkeit einfach gar nichts. Honda wäre viel besser gewesen als Brawn." Diese Diskussion ist natürlich Makulatur, ein anderer Restbestand aus der Saison 2008 jedoch nicht.

Es geht um die 20 Millionen Pfund (22,4 Millionen Euro), die Honda vergangene Saison an Preisgeldern eingefahren hat. Das Nachfolgerteam Brawn wird nach FIA-Statuten als neue Mannschaft eingeordnet, und das Concorde Agreement besagt, dass solche Gelder unter den bestehenden Formel-1-Teams aufgeteilt werden.

Was passiert mit den 20 Millionen?

Soweit, so gut, nur gibt es dabei ein paar Probleme: Zum einen gibt es seit Ende 2006 kein unterschriebenes Concorde Agreement mehr, zum anderen hatten die Teams ursprünglich zugestanden, dass diese Gelder an Brawn gehen könnten. Doch das war vor den drei Formel-1-Erfolgen von Jenson Button.

Angeblich ist Renault-Teamchef Flavio Briatore der Wortführer der Teams, die sich die Angelegenheit mittlerweile anders überlegt haben. Einigkeit ist jedoch eine Grundvoraussetzung dafür, dass diese 20 Millionen Pfund fließen können. Doch auch eine Aufteilung auf die restlichen Teams ist ungewiss.

Denn eine solche Regelung ist Gegenstand des alten Concorde-Agreements. Ecclestone will, dass die Teams endlich einen neuen Vertrag unterschreiben, und benutzt die 20 Millionen nun offenbar als ein weiteres Druckmittel. Seine dritte Alternative lautet also: "Wir können das Geld auch behalten."

Fotoquelle: xpb.cc

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