Nico Rosberg und Kazuki Nakajima fahren seit Saisonbeginn mit Doppeldiffusor

Formel 1 2009

— 05.05.2009

Williams: Das Rennen im Windkanal

Williams-Chefaerodynamiker Jon Tomlinson über den Entwicklungswettlauf in der aktuellen Formel-1-Saison: Zwölf Projekte gleichzeitig

Seit die neuen Regeln der Formel 1 vor Beginn dieser Saison eingeführt wurden, sind die Autos der Königsklasse im steten Wandel. Bei Wintertests und den ersten Rennen der Saison kristallisierte sich immer mehr heraus, wer auf das anscheinend richtige Konzept gesetzt hat. Die filigrane Technik des Red Bull RB5 dient seither ebenso als Vorbild wie das stimmige Gesamtkonzept des Brawn BGP 001. Auch bei Williams arbeitet man unter Hochdruck an weiteren Verbesserungen.

"Es ist ein großes Wettrennen der Entwicklungen", beschrieb Williams-Chefaerodynamiker Jon Tomlinson. "Die Teams führen Woche für Woche neue Teile ein und wir selbst haben zurzeit zwölf Projekte gleichzeitig, die im Windkanal analysiert werden müssen." Der FW31 von Nico Rosberg war zuletzt in Bahrain mit einigen Updates ausgerückt. "Mein Job am Montagmorgen danach war es dann, die Ergebnisse zu analysieren und zu schauen, wie wir in Barcelona noch mehr herausholen können."

"Außerdem habe ich mir am Montag die Daten angeschaut, die der Windkanal am Wochenende ergeben hat", sagte Tomlinson. Die Arbeit ist kaum weniger intensiv als in den Vorjahren. "Es gibt zwar Beschränkungen bei der Nutzung der Windkanäle, doch wir haben immer noch genügend Zeit, um am Wochenende Schichten zu fahren. Wir haben wieder einige Dinge gefunden, die man in Barcelona dann neu am Auto entdecken kann."

Das aktuelle Rennen um die Formel-1-Weltmeisterschaft 2009 ist noch lange nicht ausgefochten, da beginnt in den Aerodynamikateilungen bereits die Arbeit für das kommende Jahr. "Ich hatte ein Meeting mit Technikdirektor Sam Michael und Chefingenieur Ed Wood. Es ging dabei schon um das Getriebe für 2010. Solch ein Bauteil braucht eine lange Vorlaufzeit, um es konstruieren und bauen zu können. Außerdem wird dadurch die gesamte Aerodynamik am Heck des Auto mitbestimmt. Wir müssen die Abmessungen also möglichst früh kennen."

Die jüngsten Entscheidungen des FIA-Weltrates sorgen in den Entwicklungsabteilungen für zusätzliche Arbeit. Williams könnte eines jener Teams sein, die sich der Budgetobergrenze unterwerfen und somit neue technische Freiheiten bekämen. "Der Weltrat hat einen verstellbaren Heckflügel verabschiedet. Das wirft für einen Aerodynamiker natürlich interessante Fragen auf", sagte Tomlinson, der einer 85-köpfigen Abteilung vorsteht. "Es ist eine arbeitsreiche, aber auch spannende Zeit."

Fotoquelle: xpb.cc

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