Nicht die Fahrer sind derzeit das Problem bei BMW, sondern das Auto

Formel 1 2009

— 05.05.2009

Derzeit keine Fahrerdiskussion bei BMW

Trotz der sportlichen Krise des BMW Sauber F1 Teams stehen Nick Heidfeld und Robert Kubica derzeit nicht zur Diskussion

Es ist kein großes Geheimnis, dass es Ende 2007 Kontakt zwischen dem BMW Sauber F1 Team und Fernando Alonso gegeben hat, doch BMW Motorsport Direktor Mario Theissen hielt letztendlich an Nick Heidfeld und Robert Kubica fest. Dieses Fahrerduo steht trotz sportlicher Krise auch jetzt nicht zur Diskussion.

"Es gibt für mich derzeit keinen Anlass, über die Fahrer zu diskutieren", erklärte Theissen gestern Abend bei einem Medientermin im Hauptquartier von BMW in München. "Die Fahrer sind nur so gut wie das Auto. Unsere Schwachstelle ist das Auto, nicht die Fahrer. Wenn wir ein Auto haben, mit dem man Rennen gewinnen kann, dann können wir auch wieder über die Fahrer reden."

Heidfeld kommt besonders zugute, dass der Deutsche als technisch sehr versierter Fahrer gilt, denn: "Der Beitrag des Fahrers zur Weiterentwicklung des Fahrzeugs ist natürlich gerade in solchen Situationen wichtig", so Theissen. 2009 gilt dies wegen des Testverbots freilich nur noch sehr eingeschränkt, weil die Weiterentwicklung großteils von der Strecke in die Fabrik verlagert werden musste.

Auch wenn Heidfeld/Kubica derzeit zumindest offiziell unumstritten sind, so dürfte man sich in München verständlicherweise darüber ärgern, dass man Sebastian Vettel zu Red Bull ziehen hat lassen. Der zweifache Grand-Prix-Sieger wird derzeit als neuer Superstar gehypt - und was könnte es für die Marketingabteilung Schöneres geben als einen sympathischen Deutschen, der in einem deutschen Auto Formel-1-Rennen gewinnt?

Doch Vettels rasanter Aufstieg war im Sommer 2007 noch nicht abzusehen: "Sebastian hat sich super entwickelt. Er ist in sehr kurzer Zeit zu einem absoluten Spitzenfahrer herangereift", so Theissen, der was die Königsklasse angeht keine Optionen mehr auf den einstigen BMW Schützling hat: "Es gibt nach wie vor eine Beziehung zwischen Sebastian und BMW, die bezieht sich aber nicht auf die Formel 1."

Konkret ist Vettel weiterhin als Aushängeschild für die Formel BMW tätig, in der er 2004 18 von 20 Rennen gewonnen und damit einen bis heute bestehenden Rekord aufgestellt hat. Außerdem steht er BMW weiterhin für gewisse Marketingaktivitäten zur Verfügung. Doch über eine etwaige Rückkehr ins BMW Sauber F1 Team müsste davon unabhängig verhandelt werden - wenn nicht vorher Mercedes zuschlägt...

Fotoquelle: xpb.cc

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