Mario Theissen findet die Idee eines Weltmotors nicht völlig abwegig

Formel 1 2009

— 05.05.2009

Theissen bekundet Interesse am Weltmotor

Der umstrittene Vorschlag eines Weltmotors wird von BMW Motorsport Direktor Mario Theissen zumindest nicht kategorisch abgelehnt

Die FIA-Idee, einen einheitlichen Basismotor für bis zu elf verschiedene Rennserien, darunter auch die Formel 1, einzuführen, stößt bei der breiten Öffentlichkeit großteils auf Ablehnung, weil diese die Königsklasse des Motorsports als technologischen Vorreiter sieht. Doch bei BMW steht man dem von FIA-Präsident Max Mosley gepushten Weltmotor aufgeschlossen gegenüber.

"Wir sind 1983 mit einem Motor Weltmeister geworden, der aus einem Serienmotor hervorgegangen ist. Das war sehr wohl ein Motor, der in der Basisversion auch im Tourenwagensport eingesetzt wurde", erklärte BMW Motorsport Direktor Mario Theissen gestern Abend in München auf Anfrage von 'Motorsport-Total.com'. Und er betonte: "Ich halte das nicht grundsätzlich für abwegig."

'Motorsport-Total.com' hatte bekanntlich Einsicht in eine 57 Seiten starke Studie zum Weltmotor, die im Auftrag der FIA vom Motorsportunternehmen Ricardo erstellt wurde. Im Zuge dieser Studie wurden verschiedene Motorenkonzepte auf ihre Tauglichkeit hin untersucht. Als geeignet wurde schlussendlich ein 2,0-Liter-Reihen-Vierzylinder präsentiert - je nach Serie entweder mit Turbolader oder als klassischer Sauger.

Theissen sieht die Ricardo-Studie als "Startbasis einer Diskussion, die auf das Jahr 2013 zielt. Bis dahin ist jede Menge Zeit, die Argumente abzuwägen und Alternativvorschläge auszuarbeiten. Das ist sicher noch nicht in Stein gemeißelt. Ich sehe die Studie aber als Ausgangsbasis, die wir durchaus interessant finden", so der Deutsche, dessen Arbeitgeber auch im Tourenwagensport, unter anderem in der WTCC, sehr engagiert ist.

Dass der Weltmotor zwangsweise auch in die Formel 1 Einzug halten wird, ist für Theissen derzeit noch offen: "Ich habe in der Zwischenzeit das eine oder andere zu dieser Studie gehört und unter anderem auch, dass man über einen solchen Weltmotor eher im Bereich Tourenwagen und Rallyesport diskutiert. In der letzten Betrachtung war die Formel 1 gar nicht mehr dabei", sagte der BMW Motorsport Direktor.

Fotoquelle: xpb.cc

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