Testfahrer Christian Klien bei den Wintertests auf dem Circuit de Catalunya

Formel 1 2009

— 06.05.2009

Klien über das "Überholverbot" in Barcelona

BMW Sauber F1 Team Testfahrer Christian Klien kann sich nicht vorstellen, dass der Grand Prix von Spanien besonders aufregend wird

Bisher waren alle vier Saisonrennen mehr oder weniger spannend, aber: "Der Circuit de Catalunya in Barcelona ist nach Monaco und Budapest sicher jener Kurs, auf dem es am schwierigsten ist, einen Konkurrenten zu überholen", warnt Christian Klien vor einem langweiligen Wochenende. "In manchen Jahren stand hier das Endergebnis schon nach der ersten Kurve fest."

"Zum guten Überholen gehören drei wichtige Bestandteile: Auto, Strecke und Fahrer", erläutert der BMW Sauber F1 Team Testfahrer. "Die 2009er-Autos sind definitiv besser geeignet. Durch den kleineren Heckflügel ist die sogenannte 'Dirty Air' wesentlich geringer. Man kann also dichter folgen, ohne selbst den Abtrieb zu verlieren. Und durch die fehlenden Zusatzflügel ist auch die Sicht in den Rückspiegeln besser geworden. Ein kleines Detail, aber im Zweikampf sehr wichtig."

"Trotzdem warne ich vor zu viel Optimismus, denn die Strecke hat nur eine enge saubere Linie", so Klien. "Damit kommt man kaum vorbei. Vor ein paar Jahren wurde sogar extra eine Schikane vor der Geraden eingebaut, um beim Herausbeschleunigen mehr Chance auf einen Angriff zu haben. Leider hat das aber auch nicht viel gebracht. Die bisherigen Strecken wie Bahrain, Schanghai oder Malaysia waren extrem breit. Daher gab es dieses Jahr ein Vielfaches an Überholmanövern der letzten Jahre."

Der Österreicher weiß aber auch, dass es noch eine psychologische Komponente gibt, die beim Rad-an-Rad-Duell auf der Strecke eine große Rolle spielt: "Was die Fahrer angeht, gibt es eine klare Hierarchie beim Überholen. Wenn man zum Beispiel den Helm von Alonso im Rückspiegel sieht, weiß man, dass es ernst wird. Auch meine Teamkollegen Kubica und Heidfeld zählen im Normalfall zu den starken Zweikämpfern", sagt Klien.

Und weiter: "Überholmanöver in der Formel 1 sind etwas Großartiges. Es ist genau jener Grenzbereich, wo dir keine Technik, keine Strategie und keine Hilfe von außen - wie zum Beispiel die Spotter in den amerikanischen Ovalen - etwas nützt. Das Grundrüstzeug holt man sich schon im Kartsport. Hoffen wir nur, dass es in Barcelona auch ein paar Mal zum Einsatz kommt", gibt der 26-Jährige abschließend zu Protokoll.

Fotoquelle: BMW

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