WM-Leader Jenson Button setzte sich auch zum Europaauftakt an die Spitze

Formel 1 2009

— 08.05.2009

Button auch beim Auftakt in Europa voran

WM-Leader Jenson Button fuhr im ersten Freien Training in Barcelona Bestzeit vor Jarno Trulli und den beiden BMW Sauber F1 Team Piloten

Wer nach den Überseerennen beim Europaauftakt einen völligen Umsturz des Kräfteverhältnisses erwartet hat, der wurde heute Morgen im ersten Freien Training zum Grand Prix von Spanien bitter enttäuscht. Denn während die früheren Topteams Ferrari und McLaren-Mercedes wieder Rückstand hatten, sicherte sich einmal mehr WM-Leader Jenson Button die Bestzeit.

Der Brawn-Mercedes-Pilot absolvierte ein Pensum von 21 Runden und schob sich im letzten Run als einer der wenigen Fahrer mit weichen Reifen ganz an die Spitze. Dafür reichte eine Steigerung auf 1:21.799 Minuten, womit noch fast drei Sekunden auf die Bestmarke von den Wintertests im März fehlen. Es bestätigte sich also der Eindruck, dass der Circuit de Catalunya für den BGP 001 wie maßgeschneidert ist, denn nach hinten hatte Button stattliche 0,355 Sekunden Luft.

Schleppender Beginn

Dass die Session gegen Ende noch recht interessant wurde, war am Anfang nicht wirklich abzusehen, denn bis Sébastien Bourdais (15./Toro-Rosso-Ferrari/+ 1,289/30 Runden) die erste Zeit setzte, vergingen schlappe 29 Minuten und 21 Sekunden. Den vielen spanischen Fans auf den Tribünen wurde trotzdem nicht langweilig, denn das herrliche Wetter mit 16 bis 23 Grad Lufttemperatur lud regelrecht zu einer kleinen Siesta ein.

Warum nicht gefahren wurde, erklärte Sebastian Vettel (24 Runden): "Die Regeln bleiben ja gleich. Natürlich gibt es keine Tests, aber jeder versucht am Freitag den Motor zu schonen, weil man die ganze Saison mit acht Motoren auskommen muss. Daher wird auch mit neuen Teilen, die dringend getestet werden müssten, nicht mehr gefahren", so der Red-Bull-Renault-Pilot, der sich zwischendurch wie einige seiner Kollegen einen unbedeutenden Ausritt leistete.

Sorgen muss man sich um Vettel trotz Platz 13 mit 1,160 Sekunden Rückstand übrigens nicht machen, denn im ersten Sektor fuhr er gegen Ende gleich zweimal Bestzeit - den Rückstand handelte er sich im zweiten und dritten Sektor ein, wo sich eine hohe Benzinlast am stärksten auswirkt. Allerdings blieb der Deutsche auch um 25 Tausendstelsekunden hinter seinem Teamkollegen Mark Webber (12./25 Runden) zurück.

Toyota wieder vorne dabei

Stark dafür wieder das schon in Manama beeindruckende Toyota-Team: Jarno Trulli (30 Runden) lag mit harten Reifen lange Zeit an der Spitze, ehe er noch von Button abgefangen wurde, und auch Timo Glock (+ 1,029/29 Runden) hinterließ trotz eines Ausritts als Achter einen zumindest soliden Eindruck. Irgendwo dazwischen fuhr Nico Rosberg (6./+ 0,868/26 Runden) mit dem Williams-Toyota hinein, ebenso wie Nelson Piquet (7./Renault/+ 0,954/24 Runden).

Für eine erfreuliche Überraschung sorgte das BMW Sauber F1 Team, dessen angekündigte Verbesserung um eine halbe Sekunde tatsächlich im Bereich des Möglichen zu liegen scheint. Denn Robert Kubica (+ 0,422/24 Runden) fuhr im letzten Run noch auf Rang drei nach vorne, während Nick Heidfeld (+ 0,859/14 Runden) immerhin den Sprung auf Platz vier schaffte. Dabei saß "Quick Nick" wegen eines Umbaus der Bremsanlage lange Zeit an der Box fest.

Rot und Silber wieder mit Rückstand

Bester Ferrari-Pilot war Felipe Massa (+ 1,056/15 Runden) - übrigens nach starkem Beginn - auf Position neun, während McLaren-Mercedes trotz des in letzter Minute eingeflogenen Doppeldiffusors keinen der beiden Silberpfeile in die Top 10 brachte: Weltmeister Lewis Hamilton (+ 1,278/21 Runden) wurde 14., Heikki Kovalainen (+ 1,723/17 Runden) 19. Langsamer war nur noch Adrian Sutil (20./+ 1,737/19 Runden) im Force-India-Mercedes.

Lokalmatador Fernando Alonso arbeitete wie so oft an einem Freitag konzentriert auf das Rennen hin, wie der Zeitabstand zu seinem Teamkollegen beweist. Der Spanier landete nach 18 Runden mit 1,358 Sekunden Rückstand auf Platz 17 - aber zum viertplatzierten Heidfeld fehlte weniger als eine halbe Sekunde! Bei einem Benzinhandicap von fast 0,4 Sekunden pro zehn Kilogramm Gewicht heiß das, dass sich noch einiges verschieben kann.

Barcelona ist traditionell das Rennwochenende, bei dem die Teams nach den Überseerennen die ersten Updates auspacken. Am intensivsten hat wohl das BMW Sauber F1 Team gearbeitet, das dem F1.09 eine komplett neue Frontpartie und stärker taillierte Seitenkästen verpasst hat. Auch am Ferrari ist einiges neu, ebenso wie der Doppeldiffusor am Silberpfeil - und Brawn hat erstmals seit dem Saisonauftakt in Melbourne ein signifikantes Update ans Auto geschraubt.

Fotoquelle: xpb.cc

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