Kimi Räikkönen ist Ausfälle und Probleme allmählich leid

Formel 1 2009

— 10.05.2009

Ferrari möchte nur das Positive mitnehmen

Leistungsmäßig ging es in Barcelona für Ferrari steil aufwärts, doch Kimi Räikkönens Auto verlor man mit Hydraulikschaden, Felipe Massa ging fast der Sprit aus

Die wichtigste Tatsache für Ferrari in Barcelona war wohl nicht, dass Felipe Massa als Sechster drei Punkte mitnahm. Er hätte auch weit mehr holen können, wenn die Tankanlage beim zweiten Stopp genug Benzin geliefert hätte. Doch das tat sie nicht, Ferrari stand kurz vor einem weiteren Tiefschlag, denn schon zu Beginn des Rennens verlor man Kimi Räikkönens Auto mit einem Hydraulikschaden.

"Es ist wirklich schade, in der Schlussphase noch zwei Ränge verloren zu haben", so Massa. "Wir wussten, dass wir mit Brawn nicht mithalten konnten, aber wir konnten vor Red Bull bleiben. Ohne das Benzinproblem wäre ich sicher vor Vettel und Alonso geblieben. Aber so wurde der Schlussteil des Rennens schmerzhaft. Auf den harten Reifen hatte ich ohnehin Mühen, dann musste ich noch so gut es geht Benzin sparen - und zeitgleich vor Vettel bleiben."

Nach einigen Runden war klar, dass nicht einmal reichen würde. "Das Team sagte mir, dass ich Vettel vorbeilassen muss, wenn ich ins Ziel kommen wolle, und dann langsamer fahren muss", fuhr er fort. "Wenn ich einen weiteren Stopp gemacht hätte, wäre ich außerhalb der Punkte gelandet. Die Pace des Autos auf weichen Reifen war gut, auch wenn wir noch ein paar Zehntelsekunden zurückliegen. Immerhin können wir wieder um Topplatzierungen kämpfen."

Unzuverlässigkeiten bereiten Sorgen

"Ich bin sehr unzufrieden, denn ich hätte es in die Punkte schaffen können", so Räikkönen. "Leider hatte ich ein Hydraulikproblem in Verbindung mit dem Gaspedal, da musste ich aufgeben. Beim Start konnte ich einige Ränge gutmachen, hing dann aber hinter Heidfeld."

Vom besseren Auto konnte der aber nicht mehr profitieren, was den Finnen besonders wurmt. "Das Auto ist besser, aber wir müssen diese Unzuverlässigkeiten abstellen", stellte er klar. "Wenn man aufholen muss, dann können vermeidbare Fehler passieren, so wie bei uns in der ersten Saisonhälfte. Das heißt aber nicht, dass das Team vom Weg abgekommen ist."

"Wir können Positives mitnehmen, aber es gibt auch weitere Sorgen", so Teamchef Stefano Domenicali. "Wir haben gesehen, dass die Anstrengungen der vergangenen Wochen Früchte getragen haben, das Auto wurde konkurrenzfähiger. Felipe war heute und gestern im Qualifying ganz vorn dabei, das zeigt auch die Uhr. Es ist kein Glück, dass wir die drittschnellste Rennrunde gedreht haben. Davon waren wir in den anderen Rennen weit entfernt."

Team nur schwach belohnt

Doch die Zuverlässigkeit bleibt Ferraris Schwachpunkt. "Wir hatten wieder Probleme, die Kimi zur Aufgabe zwangen und Felipe zwei Plätze kosteten. Damit war auch seine Chance auf deinen Podestplatz weg, der wohlverdient gewesen wäre", so der Italiener. "Für ein Team wie Ferrari ist das nicht akzeptabel. Wir müssen schnell zu unserem Anspruch zurückkehren, so wie wir es auf der Leistungsseite zum Teil schon erreicht haben. An allen Fronten gibt es viel zu tun, wir werden das entschlossen angehen."

"Das Wichtigste an diesem Wochenende war, dass das Auto besser ist", so Chefingenieur Chris Dyer. "Wir konnten heute mit den Besten kämpfen und hatten Chancen auf einen Podestplatz. Wir können mit unserer Zuverlässigkeit und unserer Arbeit an der Strecke aber nicht zufrieden sein. Kimi musste mit einem Hydraulikproblem aufgeben."

"Bei Felipes Auto brach eine Radabdeckung vorn links und bei beiden Boxenstopps hatten wir Probleme beim Betanken", fuhr er fort. "Den genauen Grund dafür müssen wir noch herausfinden. Für uns steht natürlich noch viel Arbeit an. Es ist schade, dass sich die ganze Arbeit des Teams, das Auto zu verbessern, nicht im Endergebnis widerspiegelt."

Fotoquelle: xpb.cc

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