Pat Symonds weiß, dass Renault derzeit noch großen Aufholbedarf hat

Formel 1 2009

— 11.05.2009

Renault rüstet für Monaco erneut nach

Kein KERS, dafür aber einen weiter verbesserten Diffusor und andere Neuerungen: Renault bessert für den Klassiker in Monaco noch einmal nach

Für das Renault-Team um Ex-Weltmeister Fernando Alonso ist die Saison bisher nicht gerade nach Wunsch verlaufen, auch wenn der Spanier gestern bei seinem Heimrennen in Barcelona eine solide Leistung ablieferte und Fünfter wurde. Doch der R29 ist noch nicht auf Topniveau. Daher plant das Team für Monte Carlo weitere Neuerungen.

"Verbesserungen sind vor allem im Aerodynamikbereich möglich, weil unsere Möglichkeiten eingeschränkt sind. Da könnte es schwierig werden, zu jedem Rennen etwas Neues zu bringen, aber wir müssen es versuchen", erklärt Chefingenieur Pat Symonds. "Bis jetzt haben wir unsere Entwicklungsziele sogar übertroffen, aber das hängt wahrscheinlich mit dem Doppeldiffusor zusammen." Den hat Renault als erstes Team nach Brawn, Toyota und Williams eingeführt.

Neuer Doppeldiffusor geplant

Für Monte Carlo plant Renault eine weitere Ausbaustufe des Doppeldeckers. In diesem Zusammenhang haben wir uns in Barcelona über Aussagen gewundert, wonach der Diffusor in langsamen Kurven mehr Unterschied ausmachen soll als in schnellen. Das widerspricht eigentlich jeder Logik, schließlich handelt es sich dabei um ein aerodynamisches Bauteil - und je mehr Luft schneller strömt, desto höher die aerodynamische Gewichtung.

In der Praxis sieht es nicht komplett anders aus, aber die Faustregel "schnelle Strecke = höhere aerodynamische Gewichtung" scheint nicht immer zu stimmen: "Das hängt vom Diffusor ab", erläutert Symonds. "Unsere erste Version war in schnellen Kurven nicht so effizient wie gewünscht, aber wir haben das für hier behoben. Jetzt funktioniert der Diffusor zum Beispiel auch bei niedrigerer Bodenhöhe besser." Renault habe noch viel über den Diffusor zu lernen, gesteht er.

Generell geht das Renault-Urgestein davon aus, dass es dieses Jahr zum nach dem FIA-Urteil befürchteten Ground-Effect-Entwicklungsrennen kommen wird. Der erste Tripledecker sei bereits in Planung - und: "Tripledecker sind nicht das Ende!" Die Planung für Monte Carlo beinhaltet vorerst aber noch konventionellere Schritte wie zum Beispiel neue Frontflügelelemente. Im Fürstentum ist Anpressdruck bekanntlich das große Zauberwort.

Renault in Monte Carlo ohne KERS

KERS wird hingegen wie in Barcelona außen vor bleiben, auch wenn die McLaren-Mercedes-Piloten in Barcelona betont haben, dass sie sich auch in den engen Straßen des Fürstentums Vorteile vom Energierückgewinnungssystem versprechen. Das sieht die Konkurrenz anders: Renault wird KERS nicht einmal nach Monte Carlo mitnehmen und auch das BMW Sauber F1 Team hat sich bereits vorab dagegen entschieden.

"Für mich ist klar, dass KERS in Monaco überhaupt nichts bringt", schüttelt Symonds angesichts der Aussagen der Silberpfeil-Piloten nur den Kopf. "Monaco ist keine Powerstrecke, also kann man KERS dort nicht gut einsetzen. Man bringt die Power sowieso nicht auf die Strecke, weil man in den meisten Passagen mit der Traktion zu kämpfen hat." Erst für Istanbul will Renault KERS zumindest wieder in Betracht ziehen.

Fotoquelle: xpb.cc

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