Lewis Hamilton hat derzeit nicht das Material, um sein Talent zu zeigen

Formel 1 2009

— 11.05.2009

Whitmarsh hofft für Monaco auf ein Wunder

Nach der Totalpleite von Barcelona glaubt McLaren-Mercedes-Teamchef Martin Whitmarsh, dass es in Monaco deutlich besser laufen wird

Das gestrige Rennen in Barcelona war für McLaren-Mercedes der vorläufige Tiefpunkt einer ohnehin schon verkorksten Saison: An den Einzug ins dritte Qualifying war nicht einmal zu denken und am Sonntag hatte Lewis Hamilton trotz einer fahrerisch außergewöhnlichen Vorstellung nicht den Funken einer Chance auf WM-Punkte.

Aber dass Barcelona mit seinen schnellen Kurven dem aerodynamisch unterbemittelten MP4-24 nicht liegen würde, war schon im Vorhinein klar. Teamchef Martin Whitmarsh glaubt, dass es das schlechteste Pflaster der gesamten Saison war: "Ich habe das gesagt und ich hoffe, dass es wirklich der Fall ist. Nachdem wir in Bahrain fast auf dem Podium waren, wussten wir, wo wir stehen. Das hier war von Anfang an ein schwieriges Wochenende."

Doch der Brite sieht nicht nur schwarz. Hoffnung schöpft er vor allem aus der Topform von Hamilton, die nur derzeit keinem auffällt: "Es gibt Positives, das wir mitnehmen können. Wir haben uns in den vergangenen acht Wochen enorm weiterentwickelt und Lewis ist ein unglaublicher Kämpfer - was für eine Fahrt von ihm! Er saß immer in einem Siegerauto, aber im Moment hat er keines. Er leistet fantastische Arbeit", lobt Whitmarsh.

"In Monaco", kündigt er vorausblickend auf das nächste Rennwochenende selbstbewusst an, "wird es anders laufen - dort werden wir stark sein. Wir haben noch einen Haufen Arbeit. Es wird nicht von Zauberhand passieren, aber wir werden dort stärker aussehen. Wir werden weiter pushen, um das Auto zu verbessern. Monaco ist eine Strecke, die uns liegen sollte, und wir haben großartige Fahrer. Lewis ist dort in der Regel mega unterwegs."

Abgesehen davon, dass Hamilton den Leitplankenkanal im Fürstentum liebt, könnten die Schwächen des silbernen Pakets durch das Fehlen von schnellen Kurven kaschiert werden. Denn mechanisch gesehen - also hinsichtlich Motor, Traktion und Bremsen - ist der aktuelle Silberpfeil von den besten Autos nicht weit weg. Auch gestern konnte Hamilton stellenweise gut mithalten, nur in den schnellen Kurven verlor er jedes Mal mehrere Wagenlängen.

Besonders deutlich wurde dieses aerodynamische Defizit im Zweikampf mit Renault-Pilot Fernando Alonso, dessen Pace er überall außer in den ersten drei Kurven locker mitgehen konnte: "Wenn wir in den Hochgeschwindigkeitskurven genauso schnell wären wie er, dann wären wir im Bereich der Brawns. In den langsamen Kurven sind wir ja schnell", ist der amtierende Weltmeister, der die erfolgreiche Titelverteidigung bereits abgeschrieben hat, überzeugt.

Fotoquelle: xpb.cc

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