Tankstopps gehören in der Formel 1 schon bald der Vergangenheit an

Formel 1 2009

— 11.05.2009

Symonds begrüßt Verbot der Tankstopps

Ab 2010 darf in der Formel 1 nicht mehr nachgetankt werden, was Renault-Chefingenieur Pat Symonds als erfreuliche Maßnahme begrüßt

Seit 1994 darf in der Formel 1 bei Boxenstopps wieder nachgetankt werden, doch diese Ära wird 2010 ein Ende nehmen. Denn ab der kommenden Saison muss ein Fahrer mit einer Benzinladung das ganze Rennen durchfahren - an der Box dürfen dann nur noch die Reifen gewechselt und wie bisher Reparaturen vorgenommen werden.

Pat Symonds begrüßt diesen Beschluss der FIA: "Ich hatte an den Strategien immer meine Freude, aber ich finde inzwischen, dass es zu sehr zu einer intellektuellen Übung geworden ist", erklärt der Renault-Chefingenieur. "Die Leute, die sich die Rennen im Fernsehen anschauen - und das sind die, die mich kümmern -, finden wahrscheinlich, dass es nicht mehr leicht zu verstehen ist, was da vor sich geht. Ich glaube, es ist zu strategisch geworden."

Das große Problem der Tankstopps war in den vergangenen Jahren, dass sich die Fahrer zunehmend auf die Strategie verlassen haben, um einen Gegner zu überholen, und dadurch im direkten Zweikampf nicht mehr letztes Risiko eingingen. Außerdem ist die Spannung der 1990er-Jahre längst verflogen, als die Strategieabteilungen der Teams meist nur aus einigen wenigen Personen bestanden und dadurch teilweise fernab von perfekt waren.

Symonds nickt zustimmend: "Die Teams wurden in den Strategien immer besser, sodass es kaum noch Unterschiede gibt. Also haben wir hier einen verhältnismäßig komplizierten Bereich, der die Rennen aber nicht wirklich aufwertet. Zu Beginn war es vielleicht noch ein spannendes Element, denn die Leute haben in den Boxen überholt und die Strategien haben oft stark variiert. Jetzt sehe ich das nicht mehr."

Ferner begrüßt der Brite die Einführung schmälerer Vorderreifen, weil dadurch die Verschiebung der Gewichtsverteilung, die durch die breiteren Front-, schmäleren Heckflügel und durch die Abschaffung der Rillen auf den Laufflächen stattgefunden hat: "Das ist gut, denn das passt besser zu den Voraussetzungen, die wir mit diesen Autos haben - auch wenn ich mir persönlich breitere Hinterreifen wünschen würde", so Symonds.

"Wir sind durch die vorgegebenen Maße heute so eingeschränkt, dass man das Auto kaum noch anders bauen kann", erläutert er in Bezug auf die Gewichtsverteilung. "Wir sind so nahe an einer 50:50-Verteilung (vorne zu hinten; Anm. d. Red.) dran, dass wir theoretisch den Motor vorne einbauen könnten. Da gibt es dann wieder Vorschriften, dass das Benzin zwischen Fahrer und Motor untergebracht sein muss, also ist auch das nicht möglich."

Fotoquelle: xpb.cc

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