Den Start von Barcelona konnte Barrichello für sich entscheiden, das Rennen nicht...

Formel 1 2009

— 12.05.2009

Barrichello: "Ich bin nicht wirklich happy"

Brawn-Pilot Rubens Barrichello kann sich mit seinem zweiten Platz in Spanien nur bedingt arrangieren, sieht sich aber nicht als Nummer zwei

Eigentlich standen die Weichen für Rubens Barrichello in Barcelona vollkommen auf Sieg: Der Brawn-Fahrer ging gleich am Start in Führung und drehte an der Spitze einige schnelle Runden. Hätte Teamkollege und WM-Leader Jenson Button nicht seine Strategie gewechselt, wäre das Duell um den Sieg in Spanien vermutlich noch eine enge Kiste geworden. Vermutlich durch einen schlechten Reifensatz eingebremst, konnte Barrichello den passenden Speed aber nicht vorlegen.

"Die Freien Trainings liefen sehr gut für mich, mein Start ins Rennen war klasse, ich habe geführt, aber dann doch nicht gewonnen. Damit kann man nicht ganz zufrieden sein", fasste Barrichello sein Rennwochenende gegenüber 'SPOX.com' zusammen und zog eine gemischte Bilanz: "Persönlich bin ich nicht wirklich happy, aber es war natürlich ein toller Erfolg für unser Team und auch für Jenson."

"Wir verstehen uns gut und auch er wusste, dass ich an diesem Wochenende eigentlich ein wenig schneller war", meinte Barrichello, der nach seinem zweiten Boxenstopp nicht das nötige Tempo für seine aggressive Strategie gehen konnte. "Mein Wagen lief nach dem zweiten Reifenwechsel einfach nicht mehr so wie vorher", erklärte Barrichello und klagte: "Ich konnte einfach nicht richtig pushen."

So blieb dem brasilianischen Rennfahrer nichts anderes übrig als mit P2 hinter dem Teamkollegen Vorlieb zu nehmen. "Damit haben wir das Maximum erreicht", sagte Barrichello, sieht sich dadurch aber nicht in eine Nummer-zwei-Rolle gepresst: "Jenson und ich fahren auf einem Niveau, das war auch mit Michael (Schumacher; Anm.d. Red.) so. Manchmal ist der eine etwas schneller, manchmal der andere."

"Sicher wollen wir uns gegenseitig schlagen, aber wir beide haben ein gutes Herz. Er freut sich, wenn ich Erfolg habe und umgekehrt. Wir stehen noch am Anfang der Saison und wollen gemeinsam unser Team voranbringen", hielt der 36-Jährige fest und fühlt sich bei Brawn einen Tick wohler als bei Ferrari: "Die Arbeit ist entspannter, denn bei Ferrari war der Druck enorm", erläuterte Barrichello.

"Oft wurde mir sogar vorgeschrieben, was ich in Interviews zu sagen hatte. Ich habe meine sechs Jahre dort genossen, aber manchmal fühlte ich mich zu sehr unter Druck gesetzt. Bei Brawn geht es ebenfalls sehr professionell zu, aber wir haben auch Spaß", ließ der frühere Ferrari-Pilot abschließend verlauten - doch sehr viel Freude hatte Barrichello beim Großen Preis von Spanien trotzdem nicht...

Fotoquelle: xpb.cc

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