Timo Glock hatte sich für Barcelona mehr erwartet als nur den zehnten Platz

Formel 1 2009

— 12.05.2009

Glock: Die Antwort auf den Rückschlag soll folgen

Timo Glock über verlorenen Boden, die Arbeit daran, den neuen Rückstand wieder aufzuholen und seine besonderen Emotionen beim Thema Monaco

Frage: "Wie fällt deine Bilanz zum Spanien-Grand-Prix aus?"
Timo Glock: "Es war ein schwieriges Wochenende und am Ende war es wirklich enttäuschend. Wir hatten uns für den Spanien-Grand-Prix wesentlich mehr erwartet, Platz zehn lag weit unter unseren Erwartungen. Unsere Performance im Rennen entsprach ganz klar nicht dem hohem Standard, den wir in dieser Saison bisher hatten. Aber wir arbeiten intensiv daran, das in den nächsten Rennen wieder zu ändern."

Frage: "Was kannst du uns über die Upgrades sagen, die das Team in Spanien dabei hatte?"
Glock: "Die Jungs in Köln haben unglaublich hart gearbeit, damit wir mehrere Upgrades haben und ich bin ihnen für ihre Anstrengungen sehr dankbar. Dass so viel Arbeit da rein gesteckt wurde, zeigt ihre Entschlossenheit und ihr Engagement. Wir hatten mechanische und aerodynamische Upgrades dabei, die wir am Freitag getestet haben. Wegen des Testverbots ist es für uns in diesem Jahr ein bisschen anders. Wir müssen nun neue Teile am Freitag ausprobieren, wenn man sowieso schon mit Setup, Reifen und Strategie ziemlich beschäftigt ist. Am Ende haben wir uns dazu entscheiden, die Aero-Upgrades nicht einzusetzen, aber ein paar der mechanischen Teile haben wir genommen."

Frage: "Hast du Bedenken, dass andere Teams im Vergleich zu Toyota einen größeren Schritt nach vorn gemacht haben?"
Glock: "Wir schienen in Spanien etwas an Boden verloren zu haben, aber das Team pusht wirklich, um das Auto weiterzuentwickeln und in naher Zukunft wird es weitere Upgrades geben. Im vergangenen Jahr konnten wir uns die ganze Saison über kontinuierlich steigern und eines unserer stärksten Rennen war das letzte. Das zeigt, dass wir in der Lage sind, die Lücke zu den anderen Teams während der Saison zu schließen. Es ist natürlich eine Herausforderung und manchmal funktionieren die Dinge nicht so wie erwartet. Aber wir wissen, dass wir das Auto in jedem Bereich weiterentwickeln müssen, denn die anderen Teams machen das auch. Wir haben die Entschlossenheit und das Potenzial, das zu tun."

Frage: "Nachdem du dich innerhalb der Top 6 qualifiziert hattest, sah es ganz gut aus. Was ist dann im Rennen passiert?"
Glock: "Wir hatten eine recht aggressive Strategie und wir waren ganz klar davon ausgegangen, dass wir von der dritten Reihe aus Punkte holen würden. Aber leider lief der Start schief. Das Auto ist nicht richtig losgefahren, deshalb habe ich ein paar Positionen verloren. In Kurve zwei gab es dann ein ziemliches Durcheinander, be idem unter anderen Jarno von Nico Rosberg aufs Gras gedrängt wurde. Danach hing ich im ersten Stint hinter Nico fest. Ich hätte schneller fahren können, aber ich bin nicht nah genug drangekommen, um zu überholen. Und bei meiner Strategie hat das meine Chancen wirklich zunichte gemacht."

Frage: "Konnte man in dem Rennen überholen?"
Glock: "Überholen war sehr schwierig. Jedes Mal, wenn ich in Nicos Windschatten war, haben meine Reifen versagt, deshalb konnte ich nicht nah genug an ihn herankommen. Gegen Ende des Rennens konnte ich Lewis Hamilton unter Druck setzen, aber da war es das Gleiche: Ich war schneller als er, aber Überholen war wirklich sehr, sehr schwierig. Das ging aber nicht nur mir so, abgesehen von der Situation mit Felipe Massa am Ende gab es in diesem Rennen nicht viele Überholmanöver."

Frage: "Was erhoffst du dir von Monaco?"
Glock: "Das Hauptziel ist natürlich, wieder in die Punkte zu kommen. Und hoffentlich können wir wieder ums Podium kämpfen. Ich persönlich hätte gern ein ganz normales Rennwochenende. Denn da ich zweimal aus der Boxengasse starten musste und es dazu auch noch Probleme mit dem Wetter gab kann man sagen, dass ich einen interessanten Saisonstart hatte!"

Frage: "Ist Monaco für dich ein besonderes Rennen?"
Glock: "Ich mag Monaco wirklich, aber meine intensivste Erinnerung verbinde ich mit gemischten Gefühlen. Als ich 2006 zurück nach Europa kam und in der GP2 gefahren bin, hatte ich nicht das beste Auto und ich hatte einen schweren Start in die Saison. Im Monaco konnte ich mich von Platz 17 bis vor auf Platz vier kämpfen und alles sah gut aus. Aber dann hatte ich ein Getriebeproblem und musste aufgeben."

"Das war ein richtiger Tiefpunkt und in dem Moment habe ich mich ernsthaft gefragt, ob ich es jemals in die Formel 1 zurückschaffen würde. Aber - das war mein Glück - nach dieser starken Performance hat mir iSport ein Cockpit in der GP2 angeboten. In meinem ersten Rennen für das Team wurde ich Zweiter und von da an hat sich alles geändert. Entscheidend dafür war Monaco."

Fotoquelle: xpb.cc

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