Renault schließt sich Ferraris Drohung, aus der Formel 1 auszusteigen, an

Formel 1 2009

— 13.05.2009

Renault macht ernst: Ausstieg am Saisonende?

Nach Ferrari hat nun auch Renault hochoffiziell via Presseaussendung die Absicht verkündet, Ende 2009 aus der Formel 1 auszusteigen

FIA-Präsident Max Mosley, der die von ihm geplante freiwillige Budgetobergrenze samt Parallelreglement unbedingt ab der kommenden Saison durchdrücken will, steht mit dem Rücken zur Wand. Denn nach den Rückzugsdrohungen von Toyota, den Red-Bull-Teams und zuletzt Ferrari bekräftigte nun auch Renault die Absicht, aus der Formel 1 auszusteigen, sollte die FIA das Reglement nicht mehr kippen.

"Renault hat die Formel 1 stets als unbestrittene Königsklasse des Motorsports und als perfekte Bühne zur Demonstration technischer Leistungsfähigkeit betrachtet", ließ Teampräsident Bernard Rey ausrichten. "Wir fühlen uns dem Sport weiterhin verpflichtet und verbunden, allerdings können wir nicht in einer WM antreten, in der unterschiedliche Reglements angewendet werden. Sollten diese Regeln umgesetzt werden, sehen wir uns gezwungen, unser Engagement am Ende der Saison zu beenden."

Klare Worte von Briatore

Teamchef Flavio Briatore fügte an: "Unser Ziel ist es, die Kosten zu senken und gleichzeitig den Status der Formel 1 als eine der prestigeträchtigsten Marken der Welt beizubehalten. Wir möchten dies in Kooperation mit der Sporthoheit und den Inhabern der kommerziellen Rechte erreichen und weigern uns, einseitige Verfügungen durch die FIA zu akzeptieren. Falls die vom FIA-Weltrat am 29. April 2009 verkündeten Beschlüsse nicht geändert werden, bleibt uns keine andere Wahl, als uns am Ende dieser Saison aus der Formel-1-WM zurückzuziehen."

Renault stellt sich damit demonstrativ hinter Luca di Montezemolo, den Vorsitzenden der Teamvereinigung FOTA, der in seiner Funktion als Ferrari-Präsident die strauchelnde A1GP-Meisterschaft als Plattform für eine neue "Piratenserie" gewinnen könnte. Denn auch Renault plädiert für eine Kostensenkung in der Königsklasse des Motorsports, aber der Alleingang von Mosley und vor allem das Parallelreglement mit unterschiedlichen Bestimmungen für kostengedeckelte und nicht kostengedeckelte Teams missfällt den Franzosen.

Renault plädiert für Kooperation

Im heutigen Statement heißt es: "Die FOTA hatte selbst konstruktive Vorschläge unterbreitet, darunter ein tragfähiges Konzept einer signifikanten Kostensenkung, die schrittweise von 2009 bis 2012 greifen sollte. Die Anregungen wurden von der FIA ohne jede weitere Beratung mit den Teams komplett ignoriert. Wir möchten betonen, dass die FOTA ähnliche - wenn nicht noch niedrigere - Budgetgrenzen anvisiert wie FIA. Anders als der Weltverband ist Renault jedoch der Ansicht, dass diese Kostensenkung in einem mit allen beteiligten Parteien abgestimmten Prozess erfolgen sollte."

"Renault ist außerdem der festen Überzeugung, dass Kooperation und Koordination der beteiligten Parteien (FIA, FOM und FOTA) ein Grundprinzip für die Führung des Formel-1-Sports darstellen sollten, um auf diese Weise eine bessere Balance zwischen Kosten und Erträgen zu erzielen. Renault vertritt zudem ausdrücklich die Ansicht, dass sämtliche Teilnehmer der Weltmeisterschaft ihre Fahrzeuge nach denselben Regeln entwickeln und einsetzen sollten", so die Pressemitteilung des Teams im Wortlaut.

Fotoquelle: Renault

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