Ferrari muss nicht in der Formel 1 bleiben, um Motorsport zu betreiben...

Formel 1 2009

— 13.05.2009

Ferrari-Fahrer stehen hinter der Ausstiegsdrohung

Felipe Massa und Kimi Räikkönen stehen in Sachen Ausstiegsdrohung voll hinter Ferrari - Luca di Montezemolo freut sich über große Unterstützung

Die hochoffizielle Ausstiegsdrohung von Ferrari, sollte es beim derzeitigen Regelwerk für 2010 bleiben, stellt die Formel 1 derzeit vor eine echte Zerreißprobe. Die Reaktionen sind gemischt, aber Ferrari-Präsident Luca di Montezemolo freut sich über "die vielen unterstützenden Nachrichten", die seit der gestrigen Ankündigung bei ihm eingelangt sind.

"Wenn wir dazu gezwungen werden, die Weltmeisterschaft zu verlassen, der wir seit 60 Jahren angehören und in der wir alle Rekorde aufgestellt haben, was Siege angeht, dann tun wir das nur, weil sie den Charakter der Gründungswerte verändern wollen", übt di Montezemolo neuerlich Kritik an der FIA. Bekanntlich ist Ferrari die geplante freiwillige Budgetobergrenze mit Parallelreglement ein riesiger Dorn im Auge.

Ferrari zählt auf seine Fans

Außerdem bekräftigt er die Aussage des gestrigen Ferrari-Statements: "Wenn es wirklich so kommt, dann muss ich sagen, dass unsere Autos an anderen Wettbewerben teilnehmen werden, wo sie wieder auf den Enthusiasmus und die Leidenschaft von Millionen von Fans stoßen werden, die uns in jede Ecke dieser Welt folgen. Rennsport ist Teil von Ferraris DNA. Daran wird sich niemals etwas ändern."

Hinter den Kulissen wird offenbar das Szenario diskutiert, auf Basis der strauchelnden A1GP-Serie, für die Ferrari die Motoren liefert und an der Chassisentwicklung mitgewirkt hat, eine "Piratenserie" aufzuziehen. Zumindest scheint außer Brawn, Williams und Force India derzeit keines der zehn bestehenden Teams dazu bereit zu sein, fristgerecht bis zum 29. Mai bei der FIA für die Formel-1-WM 2010 zu nennen.

Ferrari genießt übrigens volle Rückendeckung der Fahrer. Kimi Räikkönen kann sich eine Formel 1 ohne Ferrari schwer vorstellen: "Seit ich hierher gekommen bin, verstehe ich, dass Ferrari mehr als ein Team ist. Ferrari ist eine Legende", so der Finne. "Ich hatte schon immer eine Leidenschaft für alles, was einen Motor hat, und ich hielt die Formel 1 immer für die Königsklasse. Aber unter Regeln, wie sie von der FIA beschlossen wurden, wäre eine Formel 1 wie die heutige schwer vorstellbar."

Massa versteht Ferraris Gedankengang

Felipe Massa versteht "die Motivation, die die Firma an diesen Punkt gebracht hat. Die Idee einer Weltmeisterschaft mit zwei Geschwindigkeiten (...) ist absurd. Wir haben schon dieses Jahr gesehen, dass die Regelunsicherheit bei allen Beteiligten eine Menge Verwirrung stiftet, vor allem für die Fans. Stellen Sie sich vor, was passieren würde, sollte es tatsächlich bei den Regeln bleiben, wie sie jetzt für 2010 beschlossen sind."

Und weiter betont der Vizeweltmeister der vergangenen Saison: "Für einen Fahrer ist es ein Traum, einen Ferrari in der Formel 1 zu fahren. Meiner ist wahr geworden. Seit ich ein Kind bin, ist Ferrari für mich ein Synonym für Rennsport. Darum bin ich davon überzeugt, dass es andere Rennserien gibt, in denen man die Roten auf der Strecke sehen kann, falls die Scuderia wirklich dazu gezwungen werden sollte, die Formel 1 zu verlassen."

Fotoquelle: xpb.cc

Weitere Formel 1 Themen

News

Rosberg-Rücktritt & Co.: Der Freitag in der Chronologie

News

Formel-1-Titel, die nicht verteidigt wurden

News

Wonneproppen bis Weltmeister: Nico Rosberg

News

Formel-1-Live-Ticker: Droht Hamilton eine Suspendierung?

Diesen Beitrag empfehlen

Anzeige

Automarkt

Finden Sie im Automarkt von autobild.de Ihren Gebrauchtwagen.

Bei autohaus24.de Neuwagen günstig kaufen und Geld sparen.