Nico Hülkenberg ist bei Williams nicht über jeden Zweifel erhaben

Formel 1 2009

— 14.05.2009

Head: Hülkenberg braucht noch Zeit

Williams-Teilhaber Patrick Head dämpft die Euphorie um Testfahrer Nico Hülkenberg und möchte künftig eher auf etablierte Fahrer setzen

Geht es nach seinem Manager Willi Weber, dann wird Testfahrer Nico Hülkenberg nächstes Jahr ein Stammcockpit bei Williams ergattern, doch das ist noch lange nicht in Stein gemeißelt. Denn während das Nachwuchstalent in Deutschland zumeist in den höchsten Tönen gelobt wird, scheint man seine Leistungen in Grove etwas differenzierter zu beurteilen.

"Nico ist eindeutig sehr begabt und wir werden ihn natürlich genau beobachten", sagt Williams-Teilhaber Patrick Head zwar, aber ihm wäre es trotzdem lieber, keinen Grand-Prix-Neuling mehr ins Auto zu setzen: "Williams muss wieder in eine Position kommen, zwei starke und etablierte Fahrer engagieren zu können anstelle von Rookies. Ein gutes Beispiel ist Sebastian Vettel. In seinem ersten Jahr war er nämlich noch nicht der Überflieger wie heute."

Williams hat mit Nico Rosberg gute Erfahrungen gemacht, dennoch ist dem Traditionsteam klar, dass ein Rookie in seinem Premierenjahr in der Regel noch nicht sein volles Potenzial abrufen kann. Vettel ist ein gutes Beispiel dafür, ebenso wie Rosberg - dabei gelten die beiden mit ein bisschen Erfahrung auf dem Buckel als absolute Überflieger. Der einzige echte Senkrechtstarter der vergangenen Jahre war Lewis Hamilton, aber in dem Fall hat die Ausnahme die Regel bestätigt.

Head war zudem nicht begeistert von Hülkenbergs GP2-Vorstellung in Barcelona ("Das war das Rennen eines Anfängers") und glaubt daher, dass der 21-Jährige noch ein wenig mehr Zeit braucht. Auch die Testleistungen im Formel-1-Williams seien nicht gerade überragend gewesen. Vor allem kritisiert Head die Fehlerquote Hülkenbergs, die sich zwar zuletzt gebessert haben soll, aber anscheinend nicht immer berauschend war.

"Er musste sich von Sam Michael einiges anhören, denn vergangenes wie auch dieses Jahr durfte Nico unser neues Auto jeweils gleich am ersten Tag fahren, aber er landete beide Male schon nach kurzer Zeit im Kiesbett. Darüber war Sam nicht gerade begeistert. Dabei wäre es nur wichtig gewesen, Systeme zu checken und Daten zu sammeln. Das war nicht besonders clever", relativiert Head die Euphorie um den ehemaligen A1GP-Champion.

Fotoquelle: xpb.cc

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