Virgin-Boss Richard Branson wird von Brawn vorerst weiter hingehalten

Formel 1 2009

— 14.05.2009

Brawn: Geht noch mehr als Virgin?

Richard Bransons Virgin-Gruppe bietet als Sponsor 25 Millionen Euro für zwei Jahre an, aber die Aktie Brawn wird von Rennen zu Rennen teurer

Gleich beim ersten Rennen in Melbourne konnte das binnen weniger Wochen aus dem Hut gezauberte Brawn-Team die Virgin-Gruppe von Richard Branson als Sponsor präsentieren. Allerdings wurde zunächst nur ein Deal auf Handschlagbasis vereinbart - mit der Ankündigung, dass "innerhalb der nächsten Wochen" ein Vertrag aufgesetzt werden soll.

Vor Malaysia legte Branson dann ein konkretes Angebot auf den Tisch: 250.000 US-Dollar für jeden Grand Prix in dieser und insgesamt 30 Millionen US-Dollar für die komplette nächste Saison. Das beläuft sich für zwei Jahre auf ein Gesamtvolumen von umgerechnet 25 Millionen Euro. Doch was Anfang April noch äußerst verlockend gewesen sein mag, entspricht inzwischen nicht mehr den Vorstellungen von Erfolgsteamchef Ross Brawn und Geschäftsführer Nick Fry.

"Uns liegt ein freundliches Angebot von Virgin vor", wird Fry von 'Autosport' zitiert, "aber es gibt auch andere Angebote von großen Unternehmen, die nicht so schnell Entscheidungen treffen können wie Virgin." Damit ist klar: Brawn möchte mit Virgin solange keinen verbindlichen Deal als Hauptsponsor eingehen, wie es von anderen (offenbar noch größeren) Konzernen noch keine Entscheidung gibt. Denn während bei Virgin Branson selbst entscheiden kann, hat anderswo der Vorstand das Sagen.

Somit bleibt es vorerst beim Schwebezustand, was einen Hauptsponsor angeht: "Die Situation wird sich ändern, wenn wir uns dazu entscheiden, sie zu ändern", sagt Fry selbstbewusst. "Wir haben viele Angebote auf dem Tisch und wir stehen für dieses Jahr nicht schlecht da. Mit dem Geld und mit den Ressourcen, die wir im Moment haben, kommen wir aus. Ross und ich wünschen uns die beste Lösung für die nächsten fünf Jahre. Da haben wir keine Eile.

Brawn kommt in diesem Zusammenhang mehr als gelegen, dass Honda weiterhin einen Teil zum Budget beiträgt. Dieser soll laut Radio Fahrerlager durchaus erheblich sein. Die Japaner haben sich nach ihrer Rückzugserklärung dazu entschlossen, die neuen Eigentümer auf diese Weise zu unterstützen, weil es unterm Strich teurer gekommen wäre, in Brackley alle 700 Mitarbeiter zu entlassen und ihnen eine Abfindung zu zahlen.

Fotoquelle: xpb.cc

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