Im Vergleich zum Rennen in Barcelona bringt BMW keine neuen Teile

Formel 1 2009

— 15.05.2009

BMW: Vorfreude auf das Saisonhighlight

Nick Heidfeld und Robert Kubica freuen sich auf den Saisonhöhepunkt in Monaco, auch wenn das Team keine großen Neuerungen dabei haben wird

Der Große Preis von Monaco ist ebenso Relikt wie Saisonhöhepunkt im Formel-1-Kalender. Während sich die Fahrer auf das Traditionsrennen freuen, ist es für die Ingenieure eine große Herausforderung. Nirgendwo werden so viele Runden gefahren (78), und doch ist die Grand-Prix-Distanz nirgendwo kürzer als beim Rennen in Monaco. Aufgrund der Enge werden Fahrfehler gnadenlos mit Unfällen bestraft, ein gelungenes Überholmanöver kommt einem Ritterschlag gleich. Ein guter Startplatz ist vorentscheidend, die Anspannung im Qualifying entsprechend.

"Ich bin ein großer Fan von Straßenkursen, deshalb freue ich mich auf das Rennen in Monaco. Ich gehe immer mit sehr guten Gefühlen dorthin und genieße es, zwischen den Leitplanken und den Mauern zu fahren. Es gibt keine Marge für Fehler, das macht es besonders interessant", sagt Robert Kubica.

Auch Teamkollege Nick Heidfeld ist schon voller Vorfreude: "Monaco ist ein Saisonhöhepunkt. Es ist verrückt, dass die am wenigsten für die Formel 1 geeignete Strecke die beliebteste ist. Dieser enge Stadtkurs ist genial, nur Macao ist vergleichbar, aber da fährt die Formel 1 ja nicht."

Glamour pur im Fürstentum

Den besonderen Reiz von Monaco macht aber nicht nur das Leitplankenroulette aus. Auch das Drumherum sorgt für die spezielle Charateristik des Grand Prix im Fürstentum. "Auch wenn der Rummel etwas nachgelassen hat, ist das Formel-1-Wochenende in Monte Carlo immer noch etwas ganz Besonderes", meint Heidfeld. "Alles dreht sich um die Formel 1 und Partys. Es gibt viel Prominenz, im Hafen liegen Yachten dicht and dicht, der Sound der Formel-1-Motoren dröhnt in der Stadt, abends stauen sich die Besucher auf dem Kurs. Das Publikum ist nirgendwo so dicht dabei wie in Monaco. Ich schaue mir das immer wieder gerne an."

"Monaco ist einer der Grundpfeiler in der Formel 1 und zählt neben dem Nürburgring, Spa, Monza und Silverstone zu jenen Strecken, die die Formel 1 groß gemacht haben", ergänzt BMW Motorsport Direktor Mario Theissen. "Kein Grand Prix ist so berühmt wie dieser und keiner so glamourös. Yachten, Partys und die Show drumherum gehören gerade in Monaco zur Formel 1 dazu."

Kühler Kopf in heißer Phase

"Wir erleben derzeit eine extrem fordernde Phase in der Formel 1. Sowohl als Team auf der Rennstrecke als auch hinter den Kulissen. In beiden Fällen gilt es, einen kühlen Kopf zu bewahren", gibt Theissen die Devise für das Wochenende aus.

"Natürlich lässt sich im Vorfeld nicht abschätzen, wie sich die 2009er-Autos mit der neuen Aerodynamik und den Slickreifen dort anfühlen werden. Am Donnerstag wissen wir mehr", ist Kubica gespannt, während Heidfeld vor allem Angst um seinen Frontflügel hat: "Die neuen, großen Frontflügel haben sich nach dem Start schon ein paar Mal als sperrig erwiesen, und in Monte Carlo ist es in der ersten Kurve besonders eng. Da ist das Risiko, sich den Frontflügel an einem Konkurrenten abzufahren, besonders groß."

Anders als in den vergangenen Jahren wird es dieses Mal für Monaco keine spezielle aerodynamische Konfiguration geben, da das die Regeln dieses Jahres verbieten. "Das bedeutet, dass das Abtriebsniveau hier ähnlich ist wie am vergangenen Wochenende in Barcelona", erklärt Chefingenieur Willy Rampf.

Schlüsselfaktoren Traktion und Grip

"Wegen der vielen engen Kurven kommt in Monaco der Traktion eine besondere Bedeutung zu. Diesem Umstand tragen wir mit einer speziell optimierten Feder- und Dämpferabstimmung Rechnung", erklärt Rampf. "Eine besondere Herausforderung stellt auch die Tatsache dar, dass die Strecke jeweils zwischen den Trainingssitzungen für den Verkehr geöffnet wird, was sich negativ auf das Gripniveau auswirkt. Deshalb verbessern sich die Verhältnisse und damit die Rundenzeiten während eines Trainings durch den zunehmenden Gummiabrieb innerhalb kurzer Zeit signifikant."

Außerdem wird der Lenkeinschlag angepasst, da es in Monaco die engste aller Formel-1-Kurven gibt. "Beim Beschleunigen aus diesen Kurven werden die Hinterreifen in besonderem Maße strapaziert", erklärt Theissen. "Auch für die Bremsen ist Monaco ein Härtetest: Die Geschwindigkeiten sind zwar niedrig, aber dadurch fehlt es auch an kühlendem Luftstrom."

Theissen kündigt zudem weitere Verbesserungen am Auto an. Nachdem es in Barcelona bereits ein Aerodynamikupdate gegeben hat, wird es in Istanbul weitere neue Teile geben. "Wir werden unser Entwicklungstempo steigern", verspricht der 56-Jährige.

Fotoquelle: xpb.cc

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