Sogar der Streckenposten scheint schneller zu sein als Räikkönen.

Formel 1 2009

— 15.05.2009

Räikkönen ist heiß auf Siege

Trotz des schlechtesten Saisonstarts aller Zeiten für Ferrari sieht Kimi Räikkönen keinen Grund, den Kopf in den Sand zu stecken

107 Punkte benötigt Räikkönen aus den verbleibenden zwölf Rennen noch, um das Ergebnis seines WM-Triumphs von 2007 zu egalisieren. Im Umkehrschluss bedeutet das natürlich, dass der Finne mit den bisher gesammelten drei WM-Pünktchen in der Meisterschaft keine Bäume mehr ausreißen wird.

Wer nun eine Motivations- und Schaffenskrise bei dem nach Niederlagen oft mürrischen und chronisch schlecht gelaunten Finnen erwartet, sieht sich aber getäuscht. Zwar gesteht er, "dass der Kampf um die Weltmeisterschaft nun sehr schwierig geworden ist", er sagt aber auch: "Das heißt jetzt nicht, das ich nicht mehr motiviert wäre."

Misslungener Europaauftakt

Dabei hätte Räikkönen allen Anlass, Trübsal zu blasen. Hatte er nach Bahrain noch gehofft, mit den ersten Punkten auf dem Konto und einem verbesserten Arbeitsgerät beim Europaauftakt die Negativerlebnisse der noch jungen Saison vergessen zu machen, musste er in Barcelona erneut mehrere Tiefschläge verkraften. "Eine unglaubliche Serie negativer Momente und falscher Entscheidungen machten das Wochenende zu einem sehr schlechten", beschreibt Räikkönen.

Nach dem das Ferrari-Team in der Qualifikation erneut mit einem defekten Rechenschieber operierte und Räikkönen bereits in Q1 draußen war, setzte sich der Negativlauf fort: "Die Qualifikation war eine schlimme Sache", sagt Räikkönen. "Wir haben die falsche Entscheidung getroffen und einen extrem hohen Preis bezahlt. Unglücklicherweise war das Rennen für mich sehr kurz."

Was bleibt nach einem solch massiven Auftreten negativer Ereignisse? Das Positive herausstellen: "Man konnte erkennen, dass wir mithalten können", meint Räikkönen, dem vor allem der Start in Barcelona Mut machte: "Ich bin sicher, dass ich einige Punkte gemacht hätte, denn das Auto ging gut. Ich war in der ersten Runde gerade dabei, Heidfeld zu überholen, als das Safety-Car herauskam und mich um diese Möglichkeit brachte. Danach war es schwieriger zu überholen, auch wenn ich schneller war."

Räikkönen gibt sich kämpferisch

Schnell streikte aber auch die Elektronik aufgrund eines Hydraulikproblems und der Finne musste aufgeben. Er parkte sein Auto neben der Strecke. "Wir werden weiter am Auto arbeiten und es nicht nur wettbewerbsfähiger, sondern auch haltbarer machen", zeigt sich Räikkönen kämpferisch. "Man hat bereits gesehen, dass sich die Arbeit auszahlt."

Zählbares soll nun in Monaco errungen werden, "wo ich schon großartige Wochenenden hatte", sagt der finnische Formel-1-Pilot. "Es wäre großartig, um einen Podiumsplatz kämpfen zu können, aber diese Strecke ist noch unberechenbarer als andere." Mit einem rechnet Räikkönen in dieser Saison auf jeden Fall noch: mit Siegen. "Ich möchte wieder gewinnen und ich bin mir sicher, dass uns das auch gelingen wird." Verrechnet hat man sich bei der Scuderia in dieser Saison nun schon oft genug...

Fotoquelle: xpb.cc

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