Keine Einigung: Max Mosley besteht auf dem FIA-Reglement für 2010

Formel 1 2009

— 15.05.2009

Kalter Krieg eskaliert: Keine Einigung in London!

Das Treffen zwischen der FIA und den Teams in London verlief ergebnislos - Streit droht nun vor einem ordentlichen Gericht ausgetragen zu werden

Das Gipfeltreffen zwischen FIA-Präsident Max Mosley und Vertretern der Teamvereinigung FOTA im Beisein von Formel-1-Promoter Bernie Ecclestone ist ergebnislos verlaufen. Das bedeutet, dass der seit einigen Wochen tobende Kalte Krieg in der Königsklasse weiter eskaliert. Angesichts der neuesten Entwicklungen steht die Zukunft des gesamten Grand-Prix-Sports auf dem Spiel!

Mosley betonte zwar nach dem mehrstündigen Gespräch mit den Teamchefs im Konferenzraum des Sofitel-Hotels am Londoner Flughafen Heathrow zwar, es habe eine "freundliche" Atmosphäre geherrscht, unterstrich aber gleichzeitig, dass die FIA nicht vom bereits beschlossenen Reglement für 2010 abweichen wird. Dieses beinhaltet unter anderem eine freiwillige Budgetobergrenze in der Höhe von umgerechnet knapp 45 Millionen Euro sowie technische Freiheiten nur für budgetgedeckelte Teams.

Die FOTA-Mitglieder versammelten sich gleich im Anschluss an das Gipfeltreffen mit Mosley zu einem internen Meeting ohne den FIA-Präsidenten, um ihre Antwort zu formulieren. Diese könnte mittelfristig gedacht zur Gründung einer "Piratenserie" auf Basis der strauchelnden A1GP-Meisterschaft führen, die Ferrari bekanntlich noch eine Menge Geld schuldet. Ferrari war heute übrigens durch Stefano Domenicali vertreten, weil Präsident Luca di Montezemolo wegen des Todes seines Vaters nicht kommen konnte.

Für die Zukunft der Formel 1 ist diese Entwicklung eine wahre Hiobsbotschaft, weil sich die ohnehin schon angespannten Fronten weiter verhärtet haben. Ersten Medienberichten zufolge hat Ferrari in diesem Zusammenhang vor einem französischen Gericht Klage gegen die FIA eingereicht. Die Italiener wollen auf diese Weise ein Vetorecht gegen Regeländerungen einklagen, das ihnen angeblich im Zuge ihrer Unterschrift unter den Vertrag mit Ecclestone und der FIA im Jahr 2005 zugesichert worden sein soll.

Fotoquelle: xpb.cc

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