Bernie Ecclestone will seinen Formel-1-Zirkus zusammenhalten

Formel 1 2009

— 18.05.2009

Nach Ferrari-Drohungen: Ecclestone bleibt cool

Die Ausstiegsandrohungen von Ferrari lösen bei Bernie Ecclestone keine Panik aus: "Alle Teams werden dabei sein" - Max Mosley sieht Verhandlungsspielraum

Die aktuellen Machtspiele in der Formel 1 werden von Bernie Ecclestone mit größter Gelassenheit beobachtet und kommentiert. Der kommerzielle Drahtzieher der Königsklasse erwartet auch im kommenden Jahr ein gut gefülltes Starterfeld mit allen prominenten Namen. Einen Ausstieg von Ferrari hält er für unrealistisch. "Ich bin sicher, dass alle Teams auch im kommenden Jahr dabei sein werden", sagte Ecclestone in der 'Daily Mail'.

Der Brite ist auf die Teilnahme von Ferrari, Renault und Co. angewiesen, denn ohne die großen Namen sind die goldenen Zeiten der Vermarktung ganz vorbei. Während über dem Grand-Prix-Zirkus wieder einmal die Drohung einer Piratenserie der Hersteller schwebt, sieht Ecclestone gute Chancen auf eine kurzfristige Einigung.

Er selbst habe im Rahmen des Meetings zwischen Teamverinigung FOTA und FIA-Chef Max Mosley darauf hingewirkt, dass die Tür zu einer friedvollen Zukunft offen bleibt. "Wir haben uns erst einmal alle zusammen vom Parallelreglement losgesagt. Ich fand das ohnehin von Anfang an dämlich. Grundsätzlich sind alle auf einer Linie. Alle können sich ein Budgetlimit vorstellen, doch es muss noch an der Höhe des Maximalbetrages gearbeitet werden."

Ecclestone bringt in diesen Sätzen seine Hoffungen zum Ausdruck. Inwieweit die Worte die Realität wiederspiegeln, ist noch unklar, denn Ferrari hatte sich bislang gegen jede Form der Budgetdeckelung gewehrt und zieht gar vor Gericht. "Wir sprechen nicht darüber, wer am kommenden Wochenende in Monaco startet, sondern es geht hier um 2010", stellte Mosley klar. "Zurzeit kann jeder Stellung beziehen, wirkliche Probleme könnten erst im März 2010 auftreten. Ich bin sicher, dass Ferrari auch 2010 antreten wird."

Der FIA-Präsident beharrt auf der vom Weltrat abgesegneten Höchstgrenze von 40 Millionen britischen Pfund (umgerechnet rund 45 Millionen Euro). Mosley lässt dennoch ein Hintertürchen für Verhandlungen offen. "Die 40 Millionen schließen Motoren, Fahrergehälter, Motorhomes und Promotion nicht mit ein. Es gibt einen gewissen Spielraum, um auch noch andere Dinge aus der Rechnung zu nehmen. Wir müssen allerdings aufpassen, dass die neuen Teams dadurch keinen Nachteil haben."

Fotoquelle: xpb.cc

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