Das Toyota-Team war in Barcelona deutlich schwächer als erwartet unterwegs

Formel 1 2009

— 18.05.2009

Toyota will auf die Überholspur zurück

In Barcelona fiel Toyota im Vergleich zu den ersten vier Rennen deutlich ab, in Monte Carlo hofft das Team aus Köln aber auf ein Comeback

Toyota erlebte zuletzt zwei Rennen, wie sie gegensätzlicher kaum sein könnten: In Manama fuhren Timo Glock und Jarno Trulli noch um den Sieg mit, zuletzt in Barcelona trotteten sie nur im Mittelfeld mit. Am kommenden Wochenende in Monte Carlo wollen die beiden wieder zur Form aus Übersee finden und das Podium ins Visier nehmen.

"Wir werden ein paar Updates bringen, wie wir das bei den meisten Rennen tun", erklärte Technikchef Pascal Vasselon. "Wir wissen, dass der TF109 ein fundamental konkurrenzfähiges Auto ist, daher hoffen wir auf ein starkes Wochenende." Das Vorgängermodell TF108 lief in der vergangenen Saison im Qualifying recht gut, am Sonntag gingen Glock und Trulli aber im Regen unter. Dabei gilt speziell Trulli spätestens seit seinem Sieg auf Renault im Jahr 2004 als Monte-Carlo-Spezialist.

Eine echte Fahrerstrecke

"Monaco ist eine meiner Lieblingsstrecken - eine echte Herausforderung, wo der Fahrer noch einen Unterschied machen kann", sagt der Italiener. "Es ist immer etwas Besonderes, dort zu fahren, denn die Atmosphäre ist ganz anders als anderswo und die Strecke ist einzigartig. Ich weiß, dass sie langsam ist, aber sie fühlt sich ungemein schnell an, weil die Leitplanken so nahe an der Strecke stehen. Konzentration ist da oberstes Gebot, sonst landest du in den Barrieren."

"Ich liebe diese Herausforderung und komme in Monaco normalerweise gut zurecht, auch wenn ich schon oft Pech hatte", so Trulli, der anfügt: "Unser Auto ist schon das ganze Jahr konkurrenzfähig, aber Monaco hat eigene Gesetze, daher weiß man nie, was einen dort erwartet. Das Rennen in Spanien war eines zum Vergessen, aber ich schaue nie zurück, also werde ich dieses Wochenende wieder fighten. Ich hoffe auf ein gutes Ergebnis."

Im Gegensatz zu Trulli kann Glock noch keinen Sieg im Fürstentum an der Cote d'Azur vorweisen, die Fürstenloge durfte er aber in seiner GP2-Zeit schon einmal von innen betrachten. Der Deutsche liegt derzeit mit zwölf Punkten an sechster Stelle der Weltmeisterschaft und möchte sein Konto weiter aufstocken. Die Chancen stehen nicht schlecht, denn im Vorjahr büßte er in Q2 auf Superqualifyer Trulli nur drei Zehntelsekunden ein.

Glock: Gute Leistungen in der GP2

"Im Vorjahr war Monaco wegen des wechselhaften Wetters ein schwieriges Rennen für uns, aber eigentlich mag ich Stadtkurse, vor allem diesen besonderen. In der GP2 habe ich in Monaco schon starke Leistungen gezeigt. Man muss voll konzentriert bleiben, weil man leicht einen Fehler machen und sich damit das Rennen kaputt machen kann. Und überholen kannst du nicht, wenn nicht der Vordermann einen Fehler macht", so Glock.

"Barcelona ist für uns wegen der Probleme in der ersten Runde nicht nach Plan gelaufen. Es war frustrierend, zum ersten Mal in dieser Saison nicht in die Punkte zu fahren", seufzt der Deutsche. "Ich bin aber schon gespannt, wie sich das Auto in Monaco anfühlen wird, denn wir haben dieses Jahr weniger Anpressdruck, dafür aber mehr Grip von den Slicks. Insgesamt ist unser Auto gut, also sehe ich keinen Grund, weshalb wir nicht konkurrenzfähig sein sollten."

Und Vasselon erklärte abschließend: "Monaco ist dieses Jahr ungewöhnlich, weil wir aufgrund der neuen Regeln kein spezielles Aeropaket mehr entwickeln dürfen. Früher hatten wir immer große Änderungen für die Flügel im Gepäck und so viele Winglets wie möglich, um mehr Anpressdruck zu generieren. Dieses Jahr ist das ein bisschen anders, weil wir durch die Regeln beschränkt sind. Also haben wir weniger Anpressdruck zur Verfügung."

Fotoquelle: xpb.cc

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