Hat fast immer ein Lächeln im Gesicht: Strahlemann Sebastian Vettel

Formel 1 2009

— 18.05.2009

Vettel: "Ich bin der, der ich bin"

Sebastian Vettel spricht über sein Image als perfekter Schwiegersohn und unterstreicht neuerlich: "Bin erwachsen genug, um auf eigenen Füßen zu stehen"

Die Formel 1 hat in diesem Jahr zwei neue Helden hervorgebracht: Einerseits den britischen Playboy Jenson Button, der mit einem Dessousmodel an seiner Seite keine Party auslässt, andererseits den deutschen Saubermann Sebastian Vettel, der seine Freundin Hanna dezent im Hintergrund hält und als Traum aller Schwiegermütter gilt.

Vorerst will der Red-Bull-Pilot dies aber nur als Redewendung verstanden wissen: "Für Schwiegermütter habe ich noch ein bisschen Zeit - so alt bin ich auch noch nicht." Aber natürlich ist etwas dran, dass ihm nicht gerade ein "Bad-Boy"-Image anhaftet, was einem Hersteller wie BMW sehr recht gewesen sein mag, aber eigentlich gar nicht zur dynamischen Marke Red Bull passt. Die bringt man eher mit Typen wie David Coulthard oder Vitantonio Liuzzi in Verbindung.

Privatsphäre unter dem Helm

"Ich habe den richtigen Sport gewählt, denn wenn ich im Auto sitze, habe ich den Helm auf. Da sieht niemand mein Gesicht", sagte Vettel in der 'ORF'-Sendung 'Sport am Sonntag'. "So viel zur Anspannung. Man merkt das schon. Kurz vor dem Start ist man natürlich angespannt und man freut sich auf das Rennen. Letzten Endes weiß man nie, was man erwarten kann. Da spürt man den berühmten Adrenalinstoß, auf den man so heiß ist. Danach ist man in gewisser Weise süchtig."

Doch offenbar hat der 21-jährige Heppenheimer, der inzwischen in die Schweiz umgezogen ist, kein Interesse daran, sein Image mit ein paar Partygeschichten aufzupeppen: "Wenn der Helm nicht mehr auf ist, gibt es keinen Grund, sich zu verstellen. Ich bin der, der ich bin", philosophiert Vettel und fügt an: "Die Leute sagen, ich lache viel. Ich kann das selbst nicht sehen, aber ich bin ein normaler Mensch wie jeder andere auch."

Einer, dem seine Fans am Herzen liegen: "Natürlich gibt es viele Leute, die irgendwas von einem wollen. Jedem kann man es nicht recht machen. Ich versuche, den Menschen ihre Wünsche so weit es geht zu erfüllen. Wenn man zum Beispiel Autogramme schreibt, will von 50 vielleicht einer ein Foto. Wenn man dann mitmacht, wollen alle anderen auch eins. Das ist natürlich schwierig. Aber ich habe Spaß und ich genieße das - am meisten natürlich das Fahren, aber auch das Drumherum."

Schumacher als Vorbild

Wichtig ist Vettel, dass er als eigenständige Persönlichkeit wahrgenommen wird und nicht als Abklatsch von Michael Schumacher. Das heißt aber nicht, dass er sich vom siebenfachen Weltmeister distanzieren will: "Mein Vorbild ist Michael Schumacher, aber es ist nicht so, dass ich ihn kopieren möchte. In Deutschland ist die Erwartungshaltung die, dass man das Gleiche oder mehr erreichen muss, sonst wäre es ja langweilig. Aber jeder Fahrer hat seinen eigenen Stil."

Zum sympathischen Bild vom Jungen von nebenan passt auch, dass Vettel weiterhin ohne Manager auskommt. In den Nachwuchsjahren wurde er von Red Bull und BMW betreut, jetzt kümmert er sich um vieles selbst. Daran will er vorerst nichts ändern: "Ich bin erwachsen genug, um auf eigenen Füßen zu stehen. Ich komme gut mit den Anforderungen zurecht und das Team nimmt mir sehr viel davon ab, was Reiseplanung und so weiter angeht", so der Schanghai-Sieger.

Fotoquelle: xpb.cc

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