Für den Rest der Saison benutzt die Formel 1 neue Intermediates

Formel 1 2009

— 19.05.2009

Bridgestone: Weiche Reifen für ein hartes Rennen

Bridgestone macht für Monaco eine Ausnahme: Die beiden weichesten Mischungen kommen zum Einsatz - Neuer Intermediate wird eingeführt

Beim kommenden Grand Prix in Monaco dreht sich alles nur um Grip. Im engen Leitplankenkanal des Fürstentums mit seinen ständigen Richtungswechseln ist mechnischer Grip der Schlüssel zu einem erfolgreichen Auftritt. Entsprechend stark werden die Reifen gefordert sein. Bridgestone macht für den glamourösen Grand Prix eine Ausnahme, denn man bringt die superweiche und die weiche Mischung mit an die französische Riviera.

Normalerweise nutzt die Formel 1 seit Beginn der neuen Saison Reifenmischungen, die sich in ihrer Charakteristik deutlicher Unterscheiden. Im Normalfall hätten die japanischen Pneufabrikanten also superweiche und mittelharte Reifen nach Monaco bringen sollen. "Aber in Monte Carlo überhaupt Grip zu finden, ist schon unglaublich schwierig", erklärte Bridgestone-Entwicklungschef Hirohide Hamashima. Daher kommen die beiden weichen Mischungen zum Einsatz, die auf der engen Strecke schnell Temperatur aufbauen sollen.

"Die Strecke ist sehr interessant", so Hamashima, "denn wir haben dort sehr viele verschiedene Asphaltarten und außerdem sind die Markierungen normaler Straßen eine besondere Herausforderung. Wichtig ist ebenso die Tatsache, dass die Formel 1 nicht am Freitag fährt. Zwischen Donnerstag und Samstag können sich also die Verhältnisse auf der Strecke deutlich verändern."

"Wenn kein Rennbetrieb stattfindet, dann fahren normale Auts über die Strecke und Leute gehen zu Fuß darüber. Daher baut sich kaum eine Gummischicht auf und die Strecke wird immer wieder verschmutzt", erklärte der japanische Reifenfachmann. "Das ist bei der Entwicklung der Streckenbedingungen nicht gerade hilfreich."

Erstmals wird beim kommenden Rennen in Monaco ein neuer Intermediate bereitgehalten. Bridgestone hat den Reifen mit einer weicheren Mischung versehen, nachdem die bisherige Variante des Pneus für Mischverhältnisse oft kritisiert worden war. "Der neue Reifen sollte mehr Grip bieten", versprach Hamashima. Er schränkte allerdings ein: "Mit den aktuellen Boliden wird die Fahrt im Regen immer zu einer großen Herausforderung - egal, welchen Reifen man nutzt."

"Die neuen Aerodynamikregeln haben den Abtrieb verringert. Bei trockener Fahrbahn kann ein Teil des verlorenen Grips durch die höhere Auflagefläche der Slicks wieder ausgeglichen werden. Bei Nässe jedoch bieten selbst die neuen Intermediates nur ganz wenig mehr Grip als im Vorjahr. Man braucht beim Profil der Reifen immer noch die Kanäle, die das Wasser ableiten sollen, damit kein Aquaplaning entstehen kann. Man kann den Grip also nur durch veränderte Mischungen erhöhen", so der Japaner.

Fotoquelle: xpb.cc

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