Jenson Button will in Monaco zu seinem fünften Saisonsieg fahren

Formel 1 2009

— 19.05.2009

Brawn: Mit Präzision zum nächsten Sieg

Teamchef Ross Brawn ist vor dem Grand Prix in den engen Gassen von Monaco sehr zuversichtlich: Gutes Auto, kräftiger Motor, erfahrene Piloten

Nach vier Siegen aus fünf Rennen kommt die Brawn-Mannschaft als haushoher Favorit zum Grand Prix in Monaco. Der bisher oft dominierende BGP 001 überzeugte in den ersten Rennen der Saison durch gute Abtriebswerte, ein feines Handling und gewaltigen mechanischen Grip. Genau diese Eigenschaften sind im Leitplankenkanal des Fürstentums wichtig. Jenson Button und Rubens Barrichello sollten also gute Chancen haben.

"Monaco ist einzigartig. Man muss das Wochenende dort mit höchster Konzentration angehen", sagte Teamchef Ross Brawn vor dem Highlight in Monte Carlo. "In der Boxengasse und im Fahrerlager geht es sehr eng zu, weil man alles in die Stadt integrieren muss. Daher wird das Rennwochenende anstrengender als jedes andere Wochenende im Jahr. Schon mit einem einzigen Fehler kann dein Monaco-Wochenende zerstört sein. Das macht die Herausforderung so besonders."

Der Teamchef ist optimistisch

Trotz aller Vorsicht ist der Teamchef auch optimistisch. Das hat seine Gründe: "Unser Auto funktioniert in langsamen Kurven sehr gut, außerdem hat unser Motor von Mercedes-Benz viel Power und eine gute Fahrbarkeit. Das ist auf dem winkligen Kurs sehr wichtig", so Brawn. "Der BGP 001 ist im Bereich Mechanik erstklassig, daraus kann man auf dieser langsamen Strecke einen Vorteil ziehen."

"Monaco ist aber auch eine Fahrerstrecke, wo die Leistungen im Cockpit einen großen Unterschied ausmachen können", so der Brite weiter. "Jenson und Rubens sind sehr präzise und konstante Piloten. Sie sollen möglichst viele Trainingsrunden fahren, um dort in einen guten Rhythmus zu kommen. In Monaco ist immer die Pole-Position das Ziel, oder zumindest muss man ganz nah an die erste Startreihe herankommen. Jenson und Rubens haben zwar dort noch nie gewonnen, aber standen beide schon auf dem Podest. Ich bin sicher, sie werden am Wochenende das Beste herausholen können."

Gerade für WM-Leader Button gibt es zusätzliche Motivation. "Ich wohne im Fürstentum, daher ist es mein erstes Heimrennen des Jahres, bevor es im kommenden Monat nach Silverstone geht. Als Führender der Fahrerwertung und der Konstrukteurswertung dorthin zu kommen ist fantastisch. Aber wir haben in Barcelona gesehen, dass die Abstände sehr eng sind. Es werden an diesem Wochenende viele Autos vorne mitkämpfen."

"Normalerweise habe ich einen sehr weichen Fahrstil. Den werde ich für dieses Wochenende etwas anpassen müssen", erklärte Button. "Man muss in Monaco etwas aggressiver zu Werke gehen, darf sich von den Leitplanken nicht abschrecken lassen, obwohl man natürlich jederzeit Respekt haben sollte. Jede Runde ist eine unablässige Herausforderung. Man muss immer fokussiert bleiben, konzentriert sein und präzise. Die Qualifikation wird spannend, weil man dort eine gute Startposition braucht."

Barrichello hat 16 Monaco-Rennen auf dem Tacho

"Ein Formel-1-Auto in Monaco zu bewegen, ist immer eine fantastische Herausforderung", beschrieb Barrichello. Der erfahrene Pilot fügte hinzu: "Es wird mein 17. Start in Monaco sein, aber es hat keinesfalls etwas von seinem Reiz verloren. Es ist immer noch eines meiner Lieblingsrennen im Kalender. Erfahrung zählt in Monte Carlo sehr viel. Es wird ein tolles Wochenende, weil der Wettbewerb an der Spitze so dermaßen eng ist."

Auch der Brasilianer unterstrich die Wichtigkeit einer guten Qualifikation: "Man muss es dort auf die Reihe bekommen, um gute Chancen im Rennen zu haben. Die Strecke bietet mehrere Herausforderungen. Die Straßen sind eng und kurvig, allerdings gibt es nach den Asphaltarbeiten der vergangenen Jahre längst nicht mehr so viele Bodenwellen. Wir werden mit maximalem Abtrieb fahren, mechanischer Grip und gutes Einlenkverhalten sind wichtig."

"Und dann sind da noch die Leitplanken, die den ganz besonderen Reiz von Monaco ausmachen", freute sich Barrichello, der zurzeit in der Fahrerwertung hinter seinem Teamkollegen auf Platz zwei liegt. "Wenn man so nah an den Leitplanken vorbeifährt, dann kann man den Speed der Autos so richtig spüren, obwohl Monaco an sich einer der langsamsten Kurse ist, auf welchen wir überhaupt fahren."

Fotoquelle: xpb.cc

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