Michael Schumacher stand in seiner Rolle als Ferrari-Berater zuletzt in der Kritik

Formel 1 2009

— 19.05.2009

Schumacher: "Es ist nicht nur Ferrari"

Sollten die Regeln nicht neu angepasst werden, sieht Michael Schumacher einen Ferrari-Ausstieg als beschlossene Sache an: Dialog gefordert

Formel-1-Rekordweltmeister Michael Schumacher stützt die harte Linie von Ferrari. Im andauernden Machtkampf zwischen den Italienern und dem Weltverband FIA sieht der Kerpener dringenden Gesprächsbedarf, damit über eine neue Anpassung des Regelwerkes ein Horrorszenario vermieden werden kann. Ferrari hatte mehrfach mit dem Ausstieg aus der Formel 1 gedroht, sollte man am kürzlich beschlossenen Regelwerk samt Budgetlimit festhalten.

"Das ist eine beschlossene Sache", sagte Schumacher im Interview mit 'RTL'. "Sollten die Regeln so bestehen bleiben - das gilt nicht nur Ferrari, sondern auch für einige andere Werksteams - hat man sich darauf geeinigt, dass man unter dieser Prämisse keinen Sinn sieht, in der Formel 1 bleiben zu wollen. Ich erachte das auch als nicht wirklich sinnvoll. Sinnvoll wäre es jetzt, sich vernünftig mit der FIA an einen Tisch zu setzen und einen Dialog zu führen, damit alle dabei bleiben. Ich kann mir die Formel 1 ohne Ferrari einfach nicht vorstellen. Das gehört einfach zusammen."

Nur durch einen konstruktiven Dialog und eine erneute Regelveränderung könne man das Unheil abwenden. Schumacher zeigte sich optimistisch: "Ich gehe im Moment nicht davon aus, dass es so weit kommen wird. Ich glaube schon, dass Bernie Ecclestone und Max Mosley überzeugt werden. Formel 1 ohne die großen Werke ist nicht mehr Formel 1, sondern eher eine minderwertige Serie." Eine Reihe von Herstellern hat scheinbar schon Pläne für eine eigene Serie in der Schublade.

"Es ist ja nicht nur Ferrari, die sich dagagen ausgesprochen haben", stellte Schumacher klar. "Wir reden ja auch von Renault, Toyota und BMW, die sich alle geeinigt haben und die gleiche Vorstellungen haben. Man muss einsehen, dass die Formel 1 nicht nur aus den dann verbleibenden Teams oder aus Max Mosley und Bernie Ecclestone besteht, sondern dass die Werke ein ganz wesentlicher Bestandteil sind, um die Formel 1 fortführen zu können."

Sollten sich große Hersteller aus der Königsklasse verabschieden, nimmt die Wertigkeit der gesamten Weltmeisterschaft ab, schätzte der heutige Ferrari-Berater. "Da hängen auch wirtschaftliche Zusammenhänge daran", so der siebenfache Champion, der Anfang der Woche wieder seinen Motorrad-Lust auf dem Nürburgring frönte. "Ich kann mir nicht vorstellen, dass TV-Station oder Sponsoren bereit wären, die gleichen Gelder ausgeben, wenn plötzlich die großen Namen fehlen würden."

"In erster Linie ist es eine Fahrer-Weltmeisterschaft, aber man muss auch sehen, dass die großen Teams ebenfalls die Würze mitbringen", so Schumacher. "Gerade der Name Ferrari übertrahlt sicherlich viele Fahrernamen. Wenn man sich mal anschaut, wie viele Fans weltweit - unabhängig von den Fahrern und auch von mir - immer Ferrari-Fans sind, dann erklärt das schon von allein, wie wichtig Ferrari ist."

Fotoquelle: xpb.cc

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