Jarno Trulli will in Monaco wieder Champus versprühen können

Formel 1 2009

— 19.05.2009

Trulli und seine Liebe zu Monaco

Jarno Trulli kann gleich mehrere Gründe dafür ins Feld werfen, warum das Monaco-Rennen für den Toyota-Piloten ein ganz besonderes Wochenende ist

13 Formel-1-Jahre hat Jarno Trulli bereits auf seinem Buckel. 205 Grands Prix ist der 34-jährige Italiener in dieser Zeit gefahren und einen davon hat er gewonnen: 2004 in Monaco auf einem Renault R24. Kein Wunder also, dass der Toyota-Pilot ein ganz spezielles Verhältnis zu Monte Carlo hat, wie er im Teaminterview auch bestätigte.

Frage: "Bist du ein Fan von Monaco?"
Jarno Trulli: "Ich bin ein großer Fan von Monaco. Das ist zusammen mit Spa-Francorchamps auch eine meiner Lieblingsstrecken. Es ist ein toller Kurs und eine große Herausforderung. Es ist unvergleichbar und in Monaco macht der Fahrer einen Unterschied wie sonst nirgendwo. Das liegt mir."

"Auch die Atmosphäre ist ganz anders, denn wir fahren mitten in der Stadt und die Fans kommen uns ganz nahe. Man kann die Aufregung spüren und das genieße ich sehr. Leider habe ich nicht viele Möglichkeiten den Glamour von Monaco zu erleben, denn immerhin haben wir hier ein Rennwochenende und daher jede Menge Arbeit."

Frage: "Warum ist Monaco so eine Herausforderung?"
Trulli: "Die Leitplanken sind hier so dicht an der Fahrbahn, dass du keinen Raum für Fehler hast. Auf anderen Strecken kannst du Fehler machen und wirst vielleicht nicht bestraft. In Monaco bist du sofort weg und daher brauchst du völlige Konzentration."

100 Prozent Vertrauen

"Es ist zwar die langsamste Strecke im Kalender, aber es fühlt sich an wie die Schnellste, denn du donnerst so schnell an den Leitplanken vorbei. Für eine perfekte Runde brauchst du die totale Konzentration und im Rennen ist es eine riesige Herausforderung, die gesamte Distanz konzentriert zu bleiben. Du weißt, dass du das Rennen nicht beenden wirst, wenn du nur den kleinsten Fehler machst. Diese Herausforderung liebe ich und das motiviert mich auch so richtig."

Frage: "Wenn du in Monaco Erfolg haben willst, was erwartest du dann von deinem Auto?"
Trulli: "Am Wichtigsten ist, dass du zu 100 Prozent darauf vertrauen kannst, dass das Auto genauso reagiert, wie du es von ihm erwartest. Keine Überraschungen. Die Leitplanken sind so nahe, dass Fehler verboten sind. Du brauchst also ein konstantes und stabiles Auto. Sonst ist es ganz schwer, bis zum Limit gehen zu können. Aber in dieser Saison habe ich ein sehr gutes Gefühl für unser Auto, insofern sollte das kein Problem sein."

Frage: "Ist das Qualifying in Monaco wichtiger als anderswo?"
Trulli: "Die Qualifikation ist immer wichtig, aber Monaco ist genau wie Ungarn eine Strecke, auf der du ganz einfach vorne stehen musst, wenn du Erfolg haben willst. Es ist ein Straßenkurs, der einfach viel zu eng ist, um einen ernsthaften Überholversuch zu starten. Es sei denn, das Auto vor dir ist wesentlich langsamer."

"Die Track Position ist also alles entscheidend und deswegen ist die Qualifikation so wichtig. Und du musst deine Position in Kurve eins zumindest verteidigen, denn ansonsten hast du alles wieder weggeworfen, was du dir im Qualifying erarbeitet hast."

Keine Prognose möglich

Frage: "Wie ist es, einen Monaco-Grand-Prix zu gewinnen?"
Trulli: "Es ist ein tolles Gefühl und ich habe auch wunderbare Erinnerungen an meinen Sieg 2004. Eines der schwierigsten Rennen der Welt von der Pole Position aus zu gewinnen ist ein Höhepunkt meiner Karriere, und ich werden mich an dieses Wochenende immer mit großer Freude zurück erinnern. Natürlich willst du als Rennfahrer jedes Rennen gewinnen, aber Monaco noch ein wenig mehr."

Frage: "Hast du am Freitag einen Tag frei?"
Trulli: "Der Freitag in Monaco ist sicherlich ruhiger als anderswo, aber trotzdem gibt es viele Dinge zu tun. Ich habe ein paar PR-Termine und ich werde mit meinen Ingenieuren die Daten vom Donnerstag aufarbeiten. Es ist entspannter als an einem normalen Rennwochenende und ich habe ein mehr Freizeit."

Frage: "Wie lautet deine Prognose für das Wochenende?"
Trulli: "Es ist unmöglich vorherzusagen, was in Monaco passieren wird. Auf dieser Strecke ist alles möglich und niemand weiß, was passieren wird. Deswegen ist es so ein großartiges Event. Es kann ein sehr chaotisches Rennen werden und ganz sicher ist es kein normales Rennwochenende. Toyota hat in dieser Saison immer gut ausgesehen, deswegen wollen wir wieder um das Podium kämpfen. Aber in Monaco weiß man nicht, was man erwarten kann."

Fotoquelle: xpb.cc

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