Ferrari denkt ernsthaft darüber nach, aus der Formel-1-WM auszusteigen

Formel 1 2009

— 20.05.2009

Ferrari: Ohne Einigung sind wir weg!

Nach dem Gerichtsurteil von Paris, das die Ansicht der FIA bestätigt, betont Ferrari neuerlich, dass man aus der Formel 1 aussteigen könnte

Der ultimative Super-GAU eines Ferrari-Ausstiegs aus der Formel 1 ist heute wieder einen Schritt näher gerückt: Die Entscheidung des Tribunal de Grande Instance in Paris, Ferraris Antrag auf eine einstweilige Verfügung gegen das von der FIA beschlossene Reglement für 2010 abzulehnen, ist für das Traditionsteam nämlich ein herber Rückschlag.

In einer Stellungnahme zum Urteil von Paris unterstreicht Ferrari die Tatsache, dass das Gericht das Vetorecht von Ferrari anerkannt hat. Dieses hätte bei den Sitzungen des FIA-Weltrats am 17. März beziehungsweise 29. April ausgeübt werden müssen. Jetzt überlegt sich Ferrari, das Urteil anzufechten und die nächste Instanz anzustrengen. Parallel dazu wollen die Italiener "innerhalb der FOTA mit der FIA und dem Halter der kommerziellen Rechte zusammenarbeiten".

Gleichzeitig stellen sie aber klar: "Wenn es nicht möglich ist, zu einer Einigung zu kommen, dann wird Ferrari seine Autos wie am 12. Mai vom Vorstand beschlossen nicht für die Weltmeisterschaft 2010 nennen. (...) In diesem Fall würde Ferrari an Rennen teilnehmen, die dem Kaliber der Marke gerecht werden und dem Anspruch nach Innovation und technologischer Forschung entsprechen." Das könnte zum Beispiel eine "Piratenserie" auf Basis der A1GP-Infrastruktur sein.

Tatsächlich scheint ein Ausstieg von Ferrari aus der Formel 1 so wahrscheinlich wie noch nie zuvor. Denn die Hersteller haben in den vergangenen Jahren schon oft gedroht, aber einen verbindlichen Vorstandsbeschluss gab es bisher noch nie. Dass dieser noch gekippt wird, erscheint unwahrscheinlich, schließlich würde Ferrari dann seine Glaubwürdigkeit verlieren. Daher rechnet sogar Ex-Weltmeister Kimi Räikkönen mit der Katastrophe.

"Ich bin mir ziemlich sicher, dass wir aus der Formel 1 verschwinden werden", sagte der Finne heute in Monte Carlo. "Ich habe jedenfalls einen Vertrag mit Ferrari. Sie fahren in vielen verschiedenen Kategorien, da werden sie schon etwas für mich finden. Ich arbeite für Ferrari und wir sind eine Familie. Hier ist mein Arbeitsplatz und hier will ich Rennen fahren. Was immer ich auch tun werde, es wird mit Ferrari sein. Wir stehen zusammen."

Fotoquelle: xpb.cc

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