Luca di Montezemolo glaubt, dass eine Einigung heute näher gerückt ist

Formel 1 2009

— 22.05.2009

Weiterhin keine Einigung zwischen FIA und FOTA

Der Meetingmarathon in Monte Carlo führte zu keinem Ergebnis - Diskussionen über die Zukunft sollen am Wochenende fortgesetzt werden

Dass der Kalte Krieg zwischen dem Automobilweltverband FIA und der Teamvereinigung FOTA heute beigelegt wird, hätte vor diversen Meetings ohnehin kaum jemand erwartet - und so ist es nicht weiter verwunderlich, dass nach dem abschließenden Gipfeltreffen der Teamchefs mit FIA-Präsident Max Mosley kein konkretes Ergebnis präsentiert werden konnte.

Die Teilnehmer verweigerten den Medien zwar nicht jeden Kommentar, äußerten sich aber nur sehr kurz angebunden zu den heutigen Ereignissen. Der Grundtenor war positiv: "Es waren konstruktive Diskussionen, ein gutes Meeting", erklärte Brawn-Geschäftsführer Nick Fry nach den abschließenden Gesprächen im Gebäude des monegassischen Automobilklubs. "Alle machen Fortschritte. Jetzt steht die nächste Ebene der Diskussionen an."

Ecclestone nicht glücklich

Ferrari-Sprecher Luca Colajanni präzisierte: "Es war ein langes und konstruktives, aber kein definitives Meeting. Es wird in den nächsten Tagen weitere Gespräche geben. Mehr können wir im Moment nicht sagen." Formel-1-Promoter Bernie Ecclestone hatte sich frühzeitig aus dem Sitzungssaal verabschiedet und auf die Frage, ob er jetzt optimistischer sei als davor, kurz und bündig geantwortet: "Ich bin optimistisch, dass es noch mehr Meetings geben wird..."

Doch die sich gleichenden Worthülsen von einem konstruktiven Dialog scheinen nicht nur aufgesetzt gewesen zu sein, sondern es dürfte tatsächlich eine Annäherung stattgefunden haben: "Es wurden von beiden Seiten Vorschläge gemacht und wir haben dabei Gemeinsamkeiten gefunden. Ich bin mir sicher, dass es weitere Diskussionen geben wird", erklärte Fry und bestätigte, dass Mosley dem Meeting bis zum Ende beiwohnte.

Von einem "guten und konstruktiven Meeting" sprach auch Mosley selbst, der zuletzt in London noch die Gespräche abgebrochen hatte, nachdem die Nachricht von Ferraris Gang vor ein ordentliches Gericht durchgesickert war. Auf die Frage nach den noch auszuräumenden Problemen antwortete der FIA-Präsident: "Es sind noch immer die gleichen Themen. Ich bin aber hoffnungsvoll, dass es eine Einigung geben wird. Die Diskussionen gehen weiter."

Montezemolo optimistisch

Ferrari-Präsident Luca di Montezemolo, zugleich auch Vorsitzender der FOTA, stellte nach dem ersten Meeting, bei dem Mosley und Ecclestone noch nicht dabei waren, Optimismus zur Schau. Von einem Ausstieg war erst einmal keine Rede mehr: "Wir wollen die Formel 1, wir wollen nichts anderes", sagte er nach einem "sehr guten Treffen in guter Atmosphäre". Außerdem sei es gelungen, alle FOTA-Teams auf eine gemeinsame Linie einzuschwören.

Die grundsätzlichen Ziele waren im Vorfeld aber klar abgesteckt: Teams wie Ferrari dürfen auf keinen Fall verloren gehen, Nachrücker müssen eine Mindestqualität vorweisen und die Budgetobergrenze soll eingeführt werden. Allerdings soll diese deutlich höher liegen als die von der FIA anvisierten 40 Millionen Pfund (umgerechnet knapp 45 Millionen Euro). Dezidiert gegen eine Budgetobergrenze sind offenbar nur noch Ferrari und Toyota.

Ecclestone pocht indes auf das Concorde-Agreement, mit dem Ferrari 2005 versichert hat, bis 2012 in der Formel 1 zu bleiben: "Wir erwarten, dass Ferrari die Verträge respektiert." Die Italiener glauben, dass die FIA die Vereinbarung gebrochen und somit wertlos gemacht hat, als sie das Sportliche Reglement geändert hat, ohne die Teams zu befragen und Ferrari das vertraglich zugesicherte Vetorecht einzuräumen.

Fotoquelle: xpb.cc

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