Max Mosley hat das für heute angesetzte Meeting in Monte Carlo abgesagt

Formel 1 2009

— 23.05.2009

Kein weiteres Gipfeltreffen in Monte Carlo

Entgegen der Ankündigung von Freitagabend wird es in Monte Carlo keine weiteren Meetings zwischen der FIA und der FOTA geben

Nach dem Meetingmarathon am Freitag in Monte Carlo wurde den geduldig wartenden Journalisten mitgeteilt: Es wird heute Abend noch eine FOTA-Pressemitteilung geben und morgen dann weitere Gespräche zwischen den FOTA-Mitgliedern und FIA-Präsident Max Mosley. Doch auf beides wurde vergeblich gewartet.

Die für heute angesetzte Fortsetzung des gestrigen Gipfeltreffens wurde laut 'auto motor und sport' abgesagt: "Es wird kein weiteres Treffen hier in Monte Carlo geben", zitiert die Fachpublikation Mosley, der stattdessen angeblich zu Einzelgesprächen bei den Teams vorbeischaut. Was der gelernte Jurist damit bezwecken will, ist klar: seine Gesprächspartner unter vier Augen von der gemeinsamen FOTA-Linie abzubringen.

Man trifft sich in der Mitte

Immer deutlicher zeichnet sich indes ab, dass die Budgetobergrenze kommen wird, allerdings in Form eines mehrstufigen Plans, der erst 2012 zur endgültigen Form führen würde. Damit könnten die meisten bestehenden Teams leben - nur Ferrari und Toyota sagt man nach, weiterhin strikt dagegen zu sein. Außerdem soll eine Regel eingeführt werden, die es einem Hersteller erlaubt, auch ohne Zustimmung der Konkurrenz mehr als zwei Teams mit Motoren zu beliefern.

Sollte es tatsächlich so kommen, dann wäre das Endergebnis wie schon so oft: Mosley hat eingangs der Diskussionen viel gefordert und unterm Strich zumindest einiges durchbekommen. Auf diese Verhandlungstaktik setzt der Brite schon seit langer Zeit. Zunächst gilt es aber, den Streit mit Ferrari beizulegen, denn eine Formel 1 ohne die Italiener wäre nicht mehr die Formel 1. Das weiß Mosley, auch wenn er nach außen selbstbewusst als Hardliner auftritt.

Selbst Ross Brawn hofft, dass sich Ferrari auf einen Kompromiss einlassen wird: "Ich denke, das alles ist nicht gut für den Sport, nicht gut für Ferrari", so der Brawn-Teamchef gegenüber 'CNN'. "Man muss einfach ein bisschen umdenken, weil sich die Welt verändert hat. Wir durchwandern gerade eine wirtschaftlich schwierige Phase, aber ich glaube, man kann auch mit weniger Investment noch die Dinge in der Formel 1 erreichen, die man erreichen will."

Brawn mahnt Ferrari zur Vernunft

"Ich glaube, man muss Ferrari in dieser Phase unterstützen und sie einsehen lassen, dass sie auch für weniger Geld genau das von der Formel 1 haben können, was sie wollen", fügt Brawn an - und er muss es wissen, schließlich hat er zehn Jahre lang für den Traditionsrennstall gearbeitet. "Wir müssen es schaffen, die Formel 1 für neue Teams attraktiv zu machen. Die Neueinsteiger müssen nicht siegfähig sein, aber sie sollten zumindest respektabel aussehen."

Dieser Plan von Mosley scheint zumindest aufzugehen: Mit Campos und US F1 haben die ersten zwei Teams bereits für die Weltmeisterschaft 2010 bei der FIA genannt; weitere Nennungen werden in den nächsten Tagen erwartet. Unklar ist allerdings, wie viele der bestehenden Teams sich fristgerecht bis 29. Mai einschreiben werden, solange die Regelsituation für kommende Saison noch wie jetzt in der Schwebe hängt...

Fotoquelle: xpb.cc

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