Aufhängung abgeknickt, Fahrer geknickt - das ging in die Hose

Formel 1 2009

— 23.05.2009

McLaren-Mercedes über verpasste Chance enttäuscht

Das gesamte McLaren-Mercedes-Team fühlt mit Lewis Hamilton, der eine gute Startposition durch einen frühen Fahrfehler vereitelte

Für Lewis Hamilton war das Qualifying zum prestigeträchtigen Rennen in Monte Carlo bereits im ersten Durchgang gelaufen, als er die Kontrolle über das Auto verlor, in die Reifenstapel einschlug und sich dabei die Hinterradaufhängung beschädigte. Nun wird der Vorjahressieger das Rennen von Position 16 aus aufnehmen müssen. Teamkollege Heikki Kovalainen wurde mit 0,614 Sekunden Rückstand Siebter.

"Das Auto fühlte sich über die Unebenheiten definitiv ruhiger und stabiler an", bilanzierte Kovalainen. "Es ist etwas einfacher zu kontrollieren. Ich fühlte mich das gesamte Wochenende im Auto wirklich wohl. Natürlich wollte ich auf der Pole stehen, aber das habe ich nicht geschafft. Lasst uns einmal sehen, wie sich das Rennen entwickelt, und wo wir nach dem ersten Stopp stehen."

"Lewis hatte an diesem Nachmittag sehr viel Pech, wir sind hier immer am Limit und ein kleiner Ausrutscher kann dich in die Leitplanken bringen", zeigte der Finne Mitgefühl mit seinem britischen Teamkollegen. "Ich habe während der Qualifikation die Leitplanken dreimal berührt, und ich hatte Glück, dass es keine negativen Konsequenzen gab."

"Wir haben seit dem Donnerstag ein paar sehr positive Veränderungen durchgeführt", so Hamilton. "Die Strecke ist griffiger und sauberer, und die Traktion unseres Autos fühlt sich sehr gut an. Leider leistete ich mir einen Fehler. Ich bremste einfach zu spät - das ist Pech, aber solche Dinge passieren."

"Es war kein guter Tag. Ich war das gesamte Wochenende gut unterwegs und hatte die Möglichkeit, in der ersten Reihe zu stehen. Für das Team ist das schade, denn sie haben das gesamte Wochenende über so fantastisch gearbeitet, und das Auto hat sich wirklich stark angefühlt, was Heikkis Startposition zeigt. Es ist frustrierend, von Position 16 zu starten, aber ich werde daraus lernen, mir morgen mein Herz herausfahren und schauen, was passiert."

"Heikki ist das gesamte Wochenende über mit zunehmender Widmung gefahren", so Teamchef Martin Whitmarsh. "Zwei sehr starke Runden im ersten und im zweiten Qualifying-Durchgang zeigten, dass er in der Lage war, den Kampf mit den Führenden aufzunehmen. Und wir sind zuversichtlich, dass ihn seine Strategie morgen sogar noch weiter an die Spitze bringen wird."

"Lewis' Unfall war enttäuschend - er weiß, dass er einen Fehler gemacht hat - aber wir alle wissen, dass er nicht aufgeben wird. Das ist sein Naturell, und als Ergebnis dessen bin ich mir sicher, dass er das morgige Rennen mit unverminderter Widmung angehen wird."

"Die Geschwindigkeit war vorhanden, um unter den Schnellsten zu sein", so Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug. "Es ist aus diesem Grund eine Schande, was Lewis passierte, nachdem er die gesamten Trainingseinheiten zuvor unter den Schnellsten war. Aber ein solcher Kontakt mit den Leitplanken kann in Monaco leicht passieren."

"Heikki war gut, er zeigt eine solide Leistung und hatte eine gute Strategie. Monaco hat seine eigenen Regeln, wir können also nach wie vor trotz der Tatsache, dass wir von den Plätzen sieben und 16 starten, auf den morgigen Tag hoffen."

Fotoquelle: xpb.cc

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