Sebastian Vettel hofft darauf, dass im Rennen am Sonntag noch etwas Würze ist

Formel 1 2009

— 23.05.2009

Vettel: "Das Hirn anschalten"

Für Sebastian Vettel steht im Rennen eine schwere Aufgabe an, nachdem im Qualifying der große Coup ausblieb - Doppeldeckerdiffusor "wie erwartet"

Der Plan für das Qualifying ging schon einmal gründlich in die Hose. Mit nur wenig Benzin im Tank wollte Sebastian Vettel nach der Pole-Position in Monaco greifen - doch aus der Bestzeit wurde nichts. Nun steht er auf Rang vier - vor ihm drei Autos mit zum Teil wesentlich mehr Sprit. Doch die Hoffnung stirbt zuletzt, immerhin könne in Monte Carlo alles passieren.

"Der vierte Rang ist nicht schlecht, aber wir hatten ein starkes Auto. Wir hätten schneller sein sollen. Leider steckte ich in Q3 am Ende im Verkehr", erklärte er. Vettel lief auf Nakajima auf, doch von Blockieren wollte er nicht sprechen. "Blockiert kann man nicht direkt sagen. Nakajima war vor mir auf einer gezeiteten Runde. Er war drei Sekunden langsamer als die Spitze, daher holte ich schnell auf ihn auf. Das war schon in der ersten Runde so. Ich kam um Rascasse rum, dort stieß ich auf Nakajima, der langsam war."

"Ich ließ eine Lücke aufreißen, aber das ging nicht grenzenlos, denn von hinten kam Mark (Webber)", fuhr er fort. Damit lief er im Folgenden wieder auf den Japaner auf. Die Antwort auf die Frage, ob die Pole-Position möglich war, fiel eindeutig aus. "Ja. Wir hatten eine gute Chance auf die erste Reihe." Dass nun auch Ferrari vorn mitmischte, sei jedoch keine Überraschung. "Die haben schon in Barcelona die großen Schritte gemacht."

Nur Vollgas zählt

Für das Rennen wird es nun nicht einfacher, da Vettel strategisch im Nachteil ist. Um noch nach vorn zu kommen, gibt es nur wenig Alternativen. "Wir sind für das Rennen hier, da zählt nur Vollgas. Aber das Rennen ist lang und hier kann immer alles passieren. Das Hirn muss man also schon anschalten", erklärte er.

Brawn scheint jedenfalls auch in Monte Carlo einen Schritt voraus zu sein. "Auf diesem Kurs kann man schwer einschätzen, wer Schnellster ist und wer Zweitschnellster und so weiter", erklärte er. "In der Vergangenheit war es hier immer enger als sonst. Wir haben ein gutes Auto, wir können an der Spitze mitfahren."

Auch die Reifen geben in Monaco keinen Anlass zu großen Sorgen. "Wir haben hier nicht die großen Abweichungen wie bei einigen vergangenen Rennen", so Vettel. "Aber man kann den Unterschied schon spüren. Man konnte auch sehen, welche Reifen auf eine Runde im Qualifying bevorzugt werden. Der weiche Reifen hat hier mehr Potenzial, aber beide werden funktionieren."

Warten auf Istanbul

Unklar ist hingegen die genaue Auswirkung des neuen Doppeldeckerdiffusors. "Wenn man nicht in der Lage ist, neue Teile zu testen und gegeneinander zu vergleichen, wird man nie sagen können, was besser ist", erklärte er. "Alles, was wir aufgrund des Windkanals und der Simulationen erwartet haben, ist eingetreten. Das war positiv."

"In Istanbul kann man dann eher sehen, wie groß der Schritt nach vorn ist. Es ist ja kein Geheimnis, dass unser Auto sehr gut in mittelschnellen und schnellen Kurven ist. In Monaco gibt es davon nicht so sehr viele", fuhr er fort. Dennoch sei man auch auf schnellen Kurs damit nicht automatisch der Favorit. "Wenn man sich die Ergebnisse anschaut, dann ist klar, wer der Favorit ist. Aber wir versuchen besser zu werden. Solche Tage machen das nicht einfacher, aber so ist der Motorsport. Das kann immer passieren."

Fotoquelle: xpb.cc

Weitere Formel 1 Themen

News

Rosberg-Rücktritt & Co.: Der Freitag in der Chronologie

News

Formel-1-Titel, die nicht verteidigt wurden

News

Wonneproppen bis Weltmeister: Nico Rosberg

News

Formel-1-Live-Ticker: Droht Hamilton eine Suspendierung?

Diesen Beitrag empfehlen

Anzeige

Automarkt

Finden Sie im Automarkt von autobild.de Ihren Gebrauchtwagen.

Bei autohaus24.de Neuwagen günstig kaufen und Geld sparen.