Jarno Trulli und Timo Glock standen in Monaco für Toyota auf verlorenem Posten

Formel 1 2009

— 26.05.2009

Arai: "Haben das Setup nicht hinbekommen"

Das deutsch-japanische Toyota-Team erlebte in Monaco ein rabenschwarzes Wochenende - Probleme aus den Trainings reißen nicht ab

Jarno Trulli und Timo Glock kämpften in Monte Carlo mit stumpfen Waffen. Das wurde schon am Donnerstag deutlich, als die beiden Toyota-Fahrer in den Freien Trainings nicht über Positionen am Ende des Feldes hinauskamen. Der Verdacht, dass der deutsch-japanische Rennstall ernsthafte Schwierigkeiten hatte, erhärtete sich schließlich in der Qualifikation - Trulli und Glock bildeten die Schlusslichter. Im Grand Prix dann nur wenig Besserung - beide Rennwagen wurden überrundet.

Ein solches Szenario hatte sich allerdings schon vor dem Rennen angedeutet. "Beide Fahrer hatten am ersten Trainingstag massiv mit mangelndem Grip zu kämpfen. Wir fanden keine Möglichkeit, diesen Zustand zu verbessern", berichtete Toyotas technischer Koordinator Noritoshi Arai. "Das war also ein sehr schwieriger Donnerstag für uns. Selbst als wir am Nachmittag die weichen Reifen aufgezogen haben, konnten wir keine Verbesserung erzielen."

"Es war uns einfach nicht möglich, eine gute Rundenzeit hinzulegen. Auch die Longruns liefen nicht gerade vielversprechend. Das hätte uns noch einigermaßen positiv stimmen und uns mit einer soliden Ausgangsbasis für das Rennen versorgen können. Leider waren wir aber nicht dazu in der Lage, eine große Benzinlast auch in die entsprechenden Rundenzeiten umzusetzen", erläuterte der Japaner. "Damit hatten wir nach dem Donnerstag eine lange Arbeitsliste."

"Wir haben uns dann am Freitag ausgiebig mit der Fabrik kurzgeschlossen, um ein paar Lösungen herauszuarbeiten. Leider konnten wir die Befürchtungen damit nicht aus dem Weg schaffen und haben ein unheimlich schlechtes Qualifikationsergebnis erzielt - das war unser schlechtestes Qualiresultat überhaupt", erklärte Arai - niemals zuvor hatte Toyota in der Startaufstellung die beiden letzten Positionen eingenommen.

"Wir konnten den Wagen zwar Stück für Stück verbessern, doch fehlender Grip und Verkehr auf der Strecke haben dafür gesorgt, dass das Team erstmals in dieser Saison nicht in Q2 einziehen konnte. Wir haben ganz offensichtlich das Setup für dieses Rennen nicht hinbekommen", zog Arai eine ernüchternde Bilanz und fügte an: "Ich hätte mir aber niemals träumen lassen, dass wir nicht über Q1 hinauskommen würden."

Letztendlich kamen beide Autos ins Ziel, holten aber keine Punkte. Glock sicherte sich nach einem schwierigen Grand Prix den zehnten Rang, Trulli holte sich P13. Sonderlich zufrieden war man damit nicht. Arai: "Das Beste, was über das Rennen gesagt werden kann, ist, dass beide Wagen heimlich, still und leise die Distanz gemeistert haben. Jetzt arbeiten wir mit aller Kraft daran, dass so etwas in der Türkei nicht wieder vorkommen kann."

Fotoquelle: xpb.cc

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