Flavio Briatore sähe am liebsten ein stabiles Regelwerk in der Formel 1

Formel 1 2009

— 27.05.2009

Briatore: Schluss mit der Verwirrung

Nach Überzeugung von Flavio Briatore arbeitet die FOTA auf einen guten Kompromiss hin: "Schwache Fußballteams haben auch keine 14 Spieler"

Bei einem Treffen in London will die Teamvereinigung FOTA die Voraussetzungen zur Teilnahme an der Formel 1 2010 festschreiben. Ein konkreter Maßnahmenkatalog soll erstellt, später mit FIA-Chef Max Mosley verhandelt und bestenfalls schnell abgesegnet werden. Die Zeit drängt, denn Mosley stimmte einer Verschiebung der Einschreibefrist nicht zu. Diese läuft bereits am Freitag aus.

"Wir haben in einem Brief alle Standpunkte festgehalten. Der Brief trägt die Unterschriften von allen Teamchefs. Mosley sollte also klar sein, dass wir mit einer Stimme sprechen", wurde Flavio Briatore in der spanischen Zeitung 'El Mundo' zitiert. "Die Formel 1 darf nicht aus Formel 2 und GP2 bestehen", mahnte der Italiener. "Die Teams sollten klein anfangen und sich mit Ergebnissen nach oben arbeiten. Wir haben auch mit Benetton klein angefangen und konnten 1994 und 1995 Ferrari und McLaren schlagen, mit einem um 80 Prozent kleineren Etat."

"Ein Team sollte nur die Meisterschaft holen können, wenn alle unter den gleichen Bedingungen starten", so Briatore weiter. "Im Fußball muss Real Madrid doch auch nicht mit elf Mann gegen schwache Teams antreten, die 14 Spieler aufs Feld schicken dürfen. Das wäre doch sinnlos." Der Renault-Teamchef meckert allerdings voraussichtlich ohne Grund, denn das zweigleisige Reglement scheint auch aus Sicht von Mosley vom Tisch zu sein.

Aber es schwebt das Damoklesschwert der Einschreibefrist über neun aktuellen Formel-1-Teams. Williams hatte bereits am Montag eine Nennung platziert. "Wir werden uns auch einschreiben, sobald ein passendes Regelwerk steht. Das ist grundlegend wichtig für die Teilnahme an der WM. Dass sich zum Beispiel Campos schon eingeschrieben hat, interessiert uns erst einmal nicht. Wer auch immer in die Formel 1 einsteigt, muss sich unseren Regeln unterwerfen."

"Wir haben doch in diesem Jahr gesehen, wie viel Verwirrung durch zwei Reglements entstehen kann", ätzte Briatore weiter. "Es gab Autos mit Doppeldiffusor und es gab welche ohne Doppeldiffusor. Es gab Autos mit KERS, andere fuhren ohne KERS. Das war doch für alle Zuschauer die reinste Verwirrung. Wir müssen begreifen, dass die Fans einfach nur die Formel 1 wollen. Sie wollen die aktuelle Technologie, die aktuellen Piloten. Anders gesagt: Sie wollen die weltbesten Autos mit den weltbesten Fahrern."

Fotoquelle: xpb.cc

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