Tony George hat angeblich am IMS seine bisherige Macht verloren

Formel 1 2009

— 27.05.2009

Indianapolis: Tony George vom Thron gestoßen?

Angeblich soll die Familie Tony George die Macht am Indianapolis Motor Speedway entrissen haben - Formel-1-Rückkehr damit noch unwahrscheinlicher?

Tony George ist für den Indianapolis Motor Speedway das, was Bernie Ecclestone für die Formel 1 ist - doch jetzt scheint er seine Macht am Brickyard verloren zu haben. Wie 'Speed TV' berichtet, hat der Aufsichtsrat des Familienimperiums Hulman-George, den Eigentümern des Speedways, Tony George von seiner Rolle als CEO entbunden. In dem Gremium sitzen unter anderem seine Mutter und seine Schwestern.

Dem Bericht zufolge soll es innerhalb der Familie Streit ums Geld gegeben haben. Tony George soll in den vergangenen 13 Jahren rund 600 Millionen Dollar für die Indy Racing League und für die Formel 1 ausgegeben haben - angeblich fürchten seine Schwester nun, dass ihnen das Geld ausgeht.

George, der 1996 die Indy Racing League IRL gründete, entschied zudem in den 1990er Jahren, dass er die Formel 1 nach Indianapolis holen will. Er investierte geschätzte 70 Millionen Dollar in den Umbau der Strecke sowie den Neubau des Fahrerlagers und der neuen Pagoda. Im September 2000 fand der erste US-Grand-Prix in Indianapolis statt - damals noch vor ausverkauftem Haus.

Doch mit den Jahren kamen immer weniger Zuschauer zur Formel 1 nach Indianapolis. Und nach dem Skandalrennen 2005, bei dem wegen Reifenproblemen nur sechs Autos an den Start gingen, war der US-Grand-Prix 2007 der vorerst letzte Auftritt der Königsklasse am Brickyard. Finanziell war die Formel 1 für Indianapolis ohnehin ein Desaster, da Ecclestone die Kontrolle über die TV-Rechte sowie den Titelsponsor hatte und zudem alljährlich eine Multi-Millionen-Dollar-Gebühr vom IMS verlangte.

Dennoch wurde immer wieder über eine mögliche Rückkehr der Formel 1 nach Indianapolis verhandelt - wenn die finanziellen Rahmenbedingungen stimmen. Aber jetzt wird sich Ecclestone am IMS wohl einen anderen Verhandlungspartner suchen müssen. Wer künftig am Nudeltopf das Sagen hat, ist noch nicht entschieden. Es ist jedoch fraglich, ob Tony Georges Nachfolger noch Interesse an der Formel 1 hat. Denn mit der MotoGP scheint man eine kostengünstigere Alternative gefunden zu haben, die mehr Fans an die Strecke lockt.

Fotoquelle: IRL

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