Die Teamchefs haben in London über einen Kompromissvorschlag beraten

Formel 1 2009

— 28.05.2009

FOTA-Vorschlag mit "Lex Newey"?

Der Kompromissvorschlag im Zuge des Formel-1-Regelstreits könnte eine spezielle Sonderregelung wegen Red-Bull-Stardesigner Adrian Newey beinhalten

Ein Zweistufenplan zur Einführung des Budgetlimits soll die Formel 1 retten. Einen entsprechenden Vorschlag von Mercedes fand man anscheinend im Rahmen des gestrigen FOTA-Meeting dermaßen gut, sodass diese Kompromisslösung nun voraussichtlich FIA-Chef Max Mosley vorgelegt wird. Es besteht große Hoffnung, dass die Königsklasse kurz vor dem Ablauf der Einschreibefrist für 2010 (endet Freitagabend) wieder zusammenfindet.

Zwar hat die Teamvereinigung FOTA das Ergebnis der Sitzung in London noch nicht offiziell vorgestellt, doch sickern nach und nach mehr Details durch. Im kommenden Jahr soll die Budgetgrenze bei 100 Millionen Euro liegen, ab 2011 dann bei der von Mosley gewünschten Marke von 45 Millionen Euro. Das kommende Jahr soll als Übergangssaison betrachtet werden. Neueinsteigern wird der Weg in die Königsklasse vorassichtlich im kommenden Jahr mit Kundenchassis geebnet.

Wie die 'auto motor und sport' berichtet, finden sich in dem Kompromissvorschlag allerdings auch pikante Noten, vor allem bei Kostenpunkten, die nicht unter das Budgetlimit fallen sollen. Motorkosten, Dividendenzahlungen an Teilhaber, Abschreibungen, Testfahrten von Nachwuchspiloten und FIA-Strafen werden ausgeklammert. Das war bereits zuvor bekannt.

Die Sonderregelung für Red Bull

Interessant ist jedoch, dass man angeblich neben den Fahrergagen auch das Gehalt eines einzelnen Mitarbeiters pro Team nicht in das limitierte Budget eingerechnet haben möchte. Diese Regelung soll ein Zugeständnis an Red Bull sein. Stardesigner Adrian Newey verdient offenbar bei den Österreichern dermaßen viel, sodass ein guter Teil der 45 Millionen Euro ab 2011 allein vom Briten eingesteckt würde. Es bliebe wegen Newey zu wenig Spielraum für andere Baustellen.

Diese "Lex Newey" wäre eine der wenigen Modifikationen, die die FOTA am ursprünglichen Mercedes-Plan vorgenommen hätte. Norbert Haug hatte die Lösung bereits in Monaco auf den Tisch gebracht. "Wir sind bemüht mit FIA und FOM einen finanzierbaren und gangbaren Weg für die Zukunft zu wählen und eine konstruktive Lösung zu erreichen", sagte Haug der 'dpa'. Bescheiden fügte er hinzu: "Es spielt keine Rolle, wer welche Lösung vorgeschlagen hat. Hauptsache ist, dass eine gute Lösung für alle dabei heraus kommt. Noch sind wir nicht am Ziel."

Fraglich ist nun noch, wie Max Mosley auf den Vorschlag der FOTA reagieren wird. Die Zeichen stehen jedoch auf Versöhnung. "Ich bin kompromissbereit, solange kleine und neue Teams mit deutlich niedrigeren Budgets arbeiten können und dabei nicht viel langsamer sind als die anderen", sagte der FIA-Chef der 'Gazzetta dello Sport'. Und weiter: "Ich bin optmistisch, dass wir eine Lösung finden. Große und kleine Teams haben unterschiedliche Interessen, aber wir müssen beide Seiten schützen."

Fotoquelle: FOTA

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