Es steht Spitz auf Knopf: FIA-Präsident Max Mosley hält den Druck konstant hoch

Formel 1 2009

— 28.05.2009

Mosley bestätigt: Am Freitag fällt die Klappe

FIA-Chef Max Mosley betont erneut, dass sich die Teams bis Freitagabend einschreiben müssen: "Wenn sie sich dagegen entscheiden, fahren sie gar nicht"

Williams hat vorgemacht, wie sich FIA-Chef Max Mosley den weiteren Ablauf vorstellt. Das britische Traditionsteam schrieb sich bereits am Montag fristgerecht für die Saison 2010 ein und gab damit das Versprechen, auch in Zukunft in der Königsklasse anzutreten. Auf der Liste für das kommende Jahr stehen außerdem die potenziellen Neueinsteiger Campos und US F1. Die neun verbliebenen Teams der Vereinigung FOTA zögern nach wie vor.

Auch wenn sich nun eine Kompromisslösung anbahnt und die Teams auf die FIA zugehen, nutzte Mosley eine weitere Gelegenheit, um Druck aufzubauen. Der 69-Jährige erklärte erneut, dass es keinen Aufschub bei der Einschreibefrist geben wird - am Freitagabend nach 23:59 Uhr fällt die Klappe: Rien ne vas plus! "Sie müssen sich bis dahin definitiv entscheiden, ob sie mit dem Budgetlimit fahren. Wenn sie sich dagegen entscheiden, fahren sie gar nicht", drohte Mosley auf 'welt.de'.

Das Regelwerk lässt allerdings eine große Hintertür offen. Es sind Nachnennungen bis November möglich. Bedingung wäre, dass es einen freien Platz in der Startaufstellung gibt. Das Interesse vieler potenzieller Neueinsteiger scheint verblasst. Der aktuelle Streit ums Reglement hat so manchen möglichen Bewerber zurückschrecken lassen. Bei Epsilon-Euskadi stehen die Chancen nach eigener Aussage bei 50:50, bei David Richard und Prodrive sieht es ähnlich aus.

Es handele sich zurzeit um eine echte Zerreißprobe, gab Mosley zu. "Aber die Tür zwischen Ferrari und der FIA ist noch nicht verriegelt. Wenn wir jetzt nicht schnell handeln und die Dinge vorantreiben, dann nützt die ganze Tradition, die komplette Legendenbildung und damit auch der große Name Ferrari nichts. Dann werden wir Ferrari und auch die anderen Hersteller, die mit einem Rücktritt drohen, irgendwann verlieren."

Dennoch herrscht große Zuversicht, dass es kurzfristig zu einer Lösung im Gerangel zwischen FIA und FOTA kommen könnte. "Es geht für die Teams nur noch darum, wie sie das Budgetlimit erreichen, unter welchen Modus sie außer einer externen oder internen Überwachung eine Kostenkontrolle anwenden könnten", erklärte Mosley. Er fügte hinzu: "Allerdings glaube ich nicht, dass es einen besseren Weg gibt, als den der FIA."

"Ferrari ist ein wertvolles Team und hat einen großen Namen, aber die Formel 1 könnte auf Ferrari auch verzichten", setzte Mosley einen neuen heftigen Schuss vor den Bug der Italiener. "Dasselbe gilt für jedes andere Team." Damit dürften sich sowohl Toyota als auch Renault angesprochen fühlen, die ebenfalls mit einem Abschied aus der Formel 1 gedroht hatten.

Fotoquelle: xpb.cc

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