Die Show kann weitergehen: Alle Teams wollen sich fristgerecht einschreiben

Formel 1 2009

— 28.05.2009

Der Durchbruch: Teams wollen sich einschreiben!

Der Machtkampf um die zukünftige Formel 1 ist vorerst beendet: Alle aktuellen Teams schreiben sich für 2010 ein - Bis zu vier Neulinge auf der Liste

Aufatmen in der Formel 1. Das Tauziehen um das zukünftige Regelwerk und die Einführung einer Budgetgrenze hat vorerst ein Ende. Nach langen Verhandlungen hat sich die Teamvereinigung FOTA auf einen Kompromiss geeinigt, mit welchem anscheinend auch FIA-Chef Max Mosley leben kann. Konsequenz: Nach Williams werden sich auch alle weiteren neun aktuellen Teams vor Ablauf der Nennfrist am Freitag für die Saison 2010 einschreiben, wie 'Motorsport-Total.com' aus verlässlicher Quelle erfahren hat.

Der Zweistufenplan, den Mercedes bereits am Wochenende in Monaco in Gründzügen vorgestellt hatte, brachte die Teams augenscheinlich wieder auf einen Nenner. Demnach wird im kommenden Jahr eine Obergrenze von 100 Millionen Euro fixiert, in einem zweiten Schritt geht man 2011 auf die von Mosley gewünschte Summe von 45 Millionen Euro herunter.

Um potenziellen Neueinsteigern das Leben in der Formel 1 anfangs zu erleichtern, sollen die neuen Teams technische Unterstützung bekommen. Die aktuellen Rennställe sollen den neuen Mannschaften Teile liefern, die in der Performance kaum Unterschied ausmachen, zusätzlich werden die Fachleute beratend im Bereich Chassisdesign tätig. Die aktuellen Formel-1-Mannschaften sollen regelrechte Patenschaften für Neulinge übernehmen. Kundenchassis sind dagegen vom Tisch, die Gegenwehr mancher Teams - insbesondere von Williams - war zu stark.

Somit wird man der Grundforderung von Mosley gerecht. Die Mannschaften wie Campos, die sich schon jetzt für 2010 eingeschrieben haben, sollten im kommenden Jahr eine reelle Chance haben, halbwegs den Anschluss ans Starterfeld finden zu können. Nach Informationen von 'Motorsport-Total.com' wollen sich insgesamt drei bis vier neue Teams bis Freitagabend eingeschrieben haben. In einem weiteren Schritt wird sich dann entscheiden, wer tatsächlich einen Startplatz für 2010 bekommt.

Die Frage ist, welche Neulinge eine Nennung abgeben werden. Die Macher von US F1 hatten mehrfach angekündigt, dass ihr amerikanisches Projekt 2010 starten soll. Doch angesichts der veränderten Rahmenbedingungen ergeben sich neue Fragen. US F1 hat mit der Konzeption des Fahrzeuges längst begonnen. Schwenkt man nun um und bestellt Teile bei bestehenden Teams? Prodrive-Chef David Richards, iSport-Boss Paul Jackson und Epsilon-Euskadi-Macher Joan Villadelprat stehen angeblich in den Startlöchern.

Die Teamvereinigung FOTA hat offenbar in ihren Beratungen weitere Sparmaßnahmen für die Zukunft ins Auge gefasst. So will man sich angeblich tatsächlich auf den von Mosley gewünschten Weg begeben und in Zukunft Einheitsbauteile in Betracht ziehen, die in ihrer bisherigen Form in der Fahrzeug-Performance nur marginale Unterschiede ausmachen können. Inwieweit sich die Teams für die Zukunft verpflichten wollen und ob ein neues Concorde-Agreement in Aussicht steht, ist noch nicht bekannt.

Fotoquelle: xpb.cc

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