Formel 1 2009, Red Bull RB5 Sebastian Vettel

Formel 1 2009

— 02.06.2009

Red Bull gibt sich nicht geschlagen

Christian Horner erklärt, warum sein Red-Bull-Team bisher unter Wert geschlagen wurde, und glaubt an gute Chancen in den nächsten Rennen.

Nach sechs von 17 Saisonrennen haben Sebastian Vettel und Mark Webber 28 beziehungsweise 31,5 Punkte Rückstand auf WM-Leader Jenson Button. Bei den Konstrukteuren fehlen Red Bull gar schon 43,5 Zähler auf das Brawn-Team. Dennoch ist der österreichisch-britische Rennstall weit davon entfernt, sich vorzeitig geschlagen zu geben. Christian Horner attestiert Brawn zwar einen "riesigen" Vorsprung "und Jenson ist nur vier Punkte vom Maximum entfernt, was eine bemerkenswerte Leistung ist, aber die Dinge können sich sehr schnell ändern", so der Teamchef gegenüber 'Autosport'. Man wolle sich daher gar nicht erst auf WM-Spekulationen einlassen: "Wir nehmen jedes Rennen, wie es kommt, dann läuft das mit der Weltmeisterschaft von selbst mit."

Schnelle Strecken liegen dem RB5

Als positiv wertet der Brite, dass mit Monte Carlo die wahrscheinlich schwierigste Strecke für den RB5 überstanden ist: "Wir glauben, dass die nächsten Rennen die Stärken unseres Autos forcieren sollten. Außerdem haben wir einige großartige Entwicklungen in der Pipeline. Jetzt, wo das Reglement in diesem Bereich klar ist, beginnen wir gerade erst damit, den Doppeldiffusor auszuschöpfen. Es ist noch eine lange Saison." Starkonstrukteur Adrian Newey hat anerkannterweise eines der besten Autos der Generation 2009 entwickelt, allerdings verfügte dieses anfangs noch nicht über besagten Doppeldiffusor. Dieser debütierte erst beim Grand Prix in Monte Carlo, wo dessen Stärken aber noch nicht voll zum Tragen kamen. Auf der schnelleren Strecke in Istanbul mit Passagen wie der langgezogenen Kurve acht sollte das anders sein. "Bisher ist es definitiv für Brawn gelaufen", meint Horner. In Melbourne habe erst die Safety-Car-Phase zur Kollision zwischen Vettel und Robert Kubica geführt, die dann auch eine Rückversetzung in der Startaufstellung für Sepang nach sich zog. Statt 16 oder mehr Punkten hatte Red Bull nach zwei Rennen gerade mal 1,5 auf dem Konto. "Das war ziemlich frustrierend", gibt Horner im Nachhinein zu Protokoll.

KERS als Störfaktor

"In Bahrain diktierte KERS unser Rennen", analysierte Horner den vierten Grand Prix, bei dem Vettel trotz guter Performance im Verkehr feststeckte, "und Barcelona war eine ähnliche Geschichte. Wir qualifizierten uns mit mehr Benzin für die erste Reihe, die Pace des Autos sah sehr gut aus, aber wir hatten keinen guten Start und dadurch Felipe Massa mit KERS vor uns. Durch den Ferrari wurde unser Rennen beeinträchtigt." Lediglich in Schanghai sei es optimal gelaufen - und dort gab es prompt einen Doppelsieg. In Monte Carlo habe man von Anfang an gewusst, dass die Strecke dem Auto nicht entgegenkommen würde. Der 35-Jährige freut sich nun schon auf ein Rad-an-Rad-Duell mit den Brawn-Boliden, "denn abgesehen von China hatten wir noch keine Gelegenheit, uns direkt mit ihnen zu messen", so Horner kämpferisch.

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