Für Nick Heidfeld und das BMW Sauber F1 Team lief in Monaco gar nichts

Formel 1 2009

— 04.06.2009

BMW Sauber F1 Team: KERS raus, Hoffnung rein

Nick Heidfeld setzt große Hoffungen in das neue Aerodynamikpaket samt Doppeldiffusor: "Ein Schritt nach vorne wäre extrem wichtig"

Während Ferrari den Sprung nach vorne anscheinend geschafft hat und McLaren-Mercedes zumindest meistens Schadenbegrenzung betreiben konnte, steckt das BMW Sauber F1 Team tief im Schlamassel. Nach einem Lichtblick in Barcelona folgte zuletzt in Monaco eine finstere Vorstellung. "Es ist extrem wichtig, dass wir nun wieder einen Schritt nach vorne machen", stellte Nick Heidfeld vor dem Grand Prix in Istanbul klar.

Das Beispiel Ferrari habe gezeigt, dass der Sprung nach vorne gelingen kann. "Aber wir selbst müssen das auch schaffen", sagte Heidfeld weiter. Das BMW Sauber F1 Team hat sich nach dem Monaco-Debakel in stille Kämmerlein zurückgezogen und analysiert und entwickelt. In der Türkei kommt ein neues Aerodynamikpaket samt Doppeldiffusor. "Das wird uns sicherlich nach vorne bringen", ist sich der Deutsche sicher, "aber man kann nicht abschätzen, wie viel es genau bringen wird."

"Wir haben keine Testfahrten mehr, also bleiben nur die Daten aus dem Windkanal und eventuell Erkenntnisse von Geradentests. Bis wir die neuen Teile also auf der Strecke ausprobiert haben, können wir es nicht richtig einschätzen", erklärte Heidfeld. Die Erwartungen sind groß, denn in die neuen Updates sind viele Ideen eingeflossen. "Es ist nicht nur der Diffusor, sondern ganz viele Elemente, die den Diffusor noch besser zum Arbeiten bringen sollen."

Der BMW Sauber F1.09 soll generell mehr Abtrieb erzeugen und somit näher zur Spitze aufschließen können. Den "Ausreißer" Monaco möchte man hinter sich lassen. "Wir haben entschieden, dass wir KERS in Istanbul nicht einbauen werden, sondern uns voll und ganz auf die Aerodynamik konzentrieren", sagte der erfahrene Pilot. "Wenn es sich nicht ganz komisch anfühlt, werden wir die neuen Teile konsequent am Auto lassen."

Beim BMW Sauber F1 Team hat man angeblich eine konkrete Vorstellung davon, was die Probleme bei der Reifennutzung zuletzt verursacht hat. Entsprechend zuversichtlich geht man an die kommende Aufgabe: "Wir sollten besser sein. Für uns gilt das gleiche wie für Toyota", sieht Heidfeld Parallelen zur japanischen Konkurrenz. "Leider kann man aber heutzutage gar nicht mehr einschätzen, ob einem Auto eine Strecke entgegenkommt oder nicht."

Er sei gespannt, wie sich sein Bolide auf der Istanbul-Piste mit der berühmten Kurve acht verhalte. "Mal sehen, ob man sie wie in den Vorjahren mit Vollgas nehmen kann", so Heidfeld voller Vorfreude. "Die Kurve ist einmalig, hat drei Scheitelpunkte und sie ist bucklig, der Wagen springt regelrecht. Das macht es ganz schön schwierig."

Fotoquelle: xpb.cc

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