Mario Theissen findet, dass sich sein Team nicht auf KERS konzentrieren sollte

Formel 1 2009

— 04.06.2009

BMW frühestens in Silverstone wieder mit KERS

BMW Motorsport Direktor Mario Theissen erklärt den Verzicht auf KERS in Istanbul und erwartet aus zwei Gründen Fortschritte

Nach dem neuerlichen Debakel in Monte Carlo startet das BMW Sauber F1 Team am kommenden Wochenende in Istanbul zum zweiten Mal nach Barcelona mit einem signifikanten Update des F1.09. Dabei handelt es sich um die zweite Stufe des geplanten Entwicklungsprogramms - und vor allem um eine Implementierung des Doppeldiffusors.

BMW Motorsport Direktor Mario Theissen erwartet sich "aus zwei Gründen" - wegen des Doppeldiffusors und wegen einer möglicherweise veränderten Reifensituation - eine Steigerung: "Wir haben viel Mühe investiert, um zu verstehen, was in Monaco passiert ist. Hier erwarten wir eine ganz andere Reifensituation. Daher sollten wir hier viel besser aussehen", kündigte er heute an und verwies darauf, dass das Setup wegen der Reifen besonders wichtig sei.

Aus diesem Grund will das BMW Sauber die beiden Trainingseinheiten am Freitag optimal nutzen und sich nicht durch den Einsatz der neuesten KERS-Ausbaustufe ablenken lassen. Diese würde zwar theoretisch bereitstehen, wurde aber in München gelassen: "Wir werden uns am Freitag darauf konzentrieren, die neue Aerodynamik abzustimmen. Dabei wollen wir uns nicht verirren. Wir schätzen hier das Risiko, uns zu verzetteln, höher ein als den potenziellen Nutzen von KERS", so Theissen.

Ein Comeback von KERS sei für das nächste Rennen in Silverstone "denkbar", eine Entscheidung werde man aber erst nach Istanbul treffen. Beim Doppeldiffusor handle es sich indes lediglich um eine erste Ausbaustufe. Das Konzept soll jedoch weiter feingetunt werden: "Es ist eine erste Stufe. Es bringt etwas, aber ich hoffe, dass es weitere Stufen geben wird. Wir planen während der Saison mehrere solcher Aeroupgrades."

Ein ähnliches Fiasko wie zuletzt, als Nick Heidfeld und Robert Kubica bereits im ersten Qualifying scheiterten, erwartet Theissen nicht: "Wir denken nicht über ein weiteres Monaco nach", sagte er. "Monaco war unerwartet schlecht, aber wir haben in den vergangenen zehn Tagen in der Fabrik sehr konstruktiv gearbeitet, analysiert, einiges verstanden und Schlüsse gezogen. Alle sind sehr zuversichtlich, dass wir Fortschritte machen werden."

Fotoquelle: BMW

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