Sebastian Vettel kam in beiden Freien Trainings gerade mal auf 22 Runden

Formel 1 2009

— 05.06.2009

Red Bull trotz Vettel-Defekt optimistisch

Teamchef Christian Horner glaubt trotz des Motorschadens im Freien Training an ein gutes Wochenende - Sebastian Vettel: "Die Zeit fehlt uns"

Für Sebastian Vettel verlief der Freitagnachmittag in Istanbul nicht nach Wunsch: Erst musste er 25 Minuten lang zuschauen, weil an seinem Auto noch geschraubt wurde, und dann ließ ihn schon während des ersten Runs die Technik im Stich. Umso beeindruckender, dass er trotzdem als Fünfter in die Wertung kam - sogar vor seinem Teamkollegen Mark Webber (9.)!

"Sebastians Zeit war bei den Reifen und bei dem Gewicht wirklich gut", analysierte Teamchef Christian Horner. "Es sieht nach einem Motorschaden aus. Wir kennen die Ursache dafür noch nicht. Das ist unangenehm, weil wir viel wertvolle Zeit verloren haben. Andererseits konnten wir mit dem anderen Auto sehr gute Daten sammeln. Vom Gefühl her glaube ich, dass wir hier sehr konkurrenzfähig sein sollten."

Vettel wusste im ersten Moment noch nicht genau, womit er es zu tun hatte: "Entweder Motor oder Getriebe", vermutete der Deutsche. Interessant: Als sein RB5 zurück an die Box geschoben wurde, hielten die Mechaniker einen Textilteppich unter das Auto, um das auslaufende Öl aufzusaugen und keine Ölspur zu ziehen. Nicht unpraktisch, dass mit diesem Teppich auch der Doppeldiffusor abgedeckt werden konnte...

"Wir hatten eine ähnliche Situation in Australien, wo im Training nichts zusammenlief", erinnerte sich Vettel. "Dort hatten wir nur ganz wenige Runden, aber im Qualifying war es dann sehr gut. Hoffen wir, dass es hier ähnlich kommt. Natürlich ist es kein Vorteil, denn der Freitag ist der wichtigste Tag, vor allem am Nachmittag, wenn die Strecke in einem einigermaßen guten Zustand ist. Die Zeit fehlt uns heute, von daher ist das, was Mark an Daten sammelt, umso wichtiger für uns."

Der späte Einstieg in die Session wäre seiner Meinung nach nicht weiter tragisch gewesen: "Wir haben über Mittag ein paar Änderungen am Auto vorgenommen, die ein bisschen länger gedauert haben als geplant. Aber das wäre halb so schlimm gewesen, weil die Strecke hier anfangs doch immer sehr 'grün' ist, sehr verschmutzt. Dann waren es leider nur drei Runden und dann war Schicht im Schacht", so der WM-Dritte.

Fotoquelle: xpb.cc

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