Hinter den Kulissen scheinen die Fronten weiterhin sehr verhärtet zu sein

Formel 1 2009

— 07.06.2009

Istanbul: Gerüchte um einen FOTA-Boykott

Im Zuge des weiter andauernden Streits mit der FIA dachte die Teamvereinigung FOTA offenbar über einen Boykott des Rennens in Istanbul nach

"Wir wollen keinen Krieg", sagte Renault-Teamchef Flavio Briatore am Freitag. "Niemand will das." Aber in Wahrheit sind die Fronten zwischen der FIA und der Teamvereinigung FOTA hinter den Kulissen so verhärtet, dass der Streit beinahe einen neuen Höhepunkt erreicht hätte. Offenbar wurde sogar über einen Boykott des heutigen Rennens in Istanbul gesprochen.

Eineinhalb Stunden vor dem Start kursiert im Fahrerlager das Gerücht, dass es - aus anderen Gründen - beinahe zu einer Neuauflage des Skandalrennens von Indianapolis 2005 gekommen wäre. Damals bogen die Michelin-Teams nach der Aufwärmrunde an die Box ab, sodass nur die sechs Bridgestone-Fahrzeuge effektiv am Grand Prix teilnahmen. Hätte sich die FOTA heute tatsächlich für einen Boykott entschieden, dann wären nur Williams und Force India gefahren.

Verschiedene Quellen haben derartige Überlegungen bestätigt. Inzwischen ist aber auch klar, dass der Grand Prix der Türkei wie geplant mit 20 Autos stattfinden wird: "Es wird hier sehr laut werden", erklärte eine Quelle aus einem FOTA-Team gegenüber 'Motorsport-Total.com'. Die Teamvereinigung stehe für die Interessen des Sports, ein Boykott würde dem aber widersprechen. Dass das Szenario diskutiert wurde, wurde von der Quelle aber nicht dezidiert abgestritten.

Sinn gemacht hätte ein Boykott durchaus: FIA-Präsident Max Mosley und der kranke Formel-1-Promoter Bernie Ecclestone sind an diesem Wochenende nicht in Istanbul und hätten somit nicht direkt eingreifen können. Außerdem werden heute nur 20.000 Zuschauer erwartet, sodass der Schaden für die Fangemeinde überschaubar gewesen wäre. Hinzu kommt, dass Istanbul seinen Platz im Rennkalender ohnehin verlieren könnte.

Fotoquelle: xpb.cc

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