Sebastian Vettel hat über Podestplätze schon euphorischer gejubelt als heute

Formel 1 2009

— 07.06.2009

Vettel: Entscheidender Fehler in der ersten Runde

Teamchef Christian Horner bedauert den Fehler von Sebastian Vettel in der ersten Runde, würdigt aber Jenson Button als verdienten Sieger

Trotz seiner Pole-Position dürfte Sebastian Vettel schon vor dem heutigen Rennen in Istanbul klar gewesen sein, dass es sehr schwierig wird, den Grand Prix der Türkei zu gewinnen. Benzinbereinigt war Jenson Button nämlich bereits am Samstag der schnellste Mann im Otodrom - und er bestätigte dies heute in eindrucksvoller Manier.

Vettel hätte mit seiner Dreistoppstrategie vielleicht eine minimale Siegchance gehabt, wenn er sich nach dem gewonnenen Start leicht von Button abgesetzt hätte, doch stattdessen gab er die Führung wegen eines Flüchtigkeitsfehlers noch in der ersten Runde ab. Dadurch konnte er den Vorteil des leichteren Autos nicht nutzen. Im Gegenteil: Ohne sauberen Luftstrom - eine Schwachstelle der RB5-Aerodynamik, wie man hört - büßte er sogar einige Sekunden ein.

"Leider hat Sebastian in der ersten Runde einen kleinen Fehler gemacht, durch den er die Führung verloren hat. Er hat zu viel gewollt und das war heute rennentscheidend", seufzte Teamchef Christian Horner und übte damit sanfte Kritik an seinem Schützling, der in der Weltmeisterschaft nach sieben von 17 Rennen schon 32 Punkte Rückstand hat und damit als Dritter der Gesamtwertung wohl nur noch theoretisch Champion werden kann.

"Ein gutes Teamergebnis", sagte Horner. "Jenson ist fantastisch gefahren und war sehr schnell. Aber die Brawns waren auch ein bisschen schneller als wir. Es wäre schwierig gewesen, Jenson zu schlagen. Wir konnten sie am Sonntag nicht so fordern wie am Samstag. Trotzdem wäre unsere einzige Chance gewesen, ohne diesen Fehler an der Spitze einen kleinen Vorsprung herauszufahren. So konnte Sebastian die Dreistoppstrategie im Verkehr nicht optimal ausschöpfen."

Vettel fiel mit einem Boxenstopp mehr auch noch hinter seinen Teamkollegen Mark Webber zurück, was ihn seinerseits ein wenig ärgerte: "Wir hätten auf zwei Stopps wechseln können, sind aber auf drei Stopps geblieben. Da muss ich beim Team noch einmal nachhaken", meinte er und erklärte zu seinem Missgeschick: "Dort gab es Rückenwind. Das Auto war an der Stelle sehr schwer zu kontrollieren. Aber um Jenson zu schlagen, waren wir sowieso zu langsam."

Am Ende übte er noch einmal Druck auf Webber aus und fuhr nur 0,7 Sekunden hinter dem Australier über die Ziellinie. Laut Horner war das aber trotz furioser Vettel-Bestzeiten kein ernsthaftes Duell mehr: "Ranfahren ist eine Sache, jemanden zu überholen aber eine ganz andere. In den letzten drei Runden haben sie entschieden, die 14 Punkte für das Team nicht mehr aufs Spiel zu setzen. Unsere Jungs sind ein gutes Rennen gefahren."

Fotoquelle: xpb.cc

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