Die Fans halten nach wie vor die Flagge hoch, aber es läuft nicht rund

Formel 1 2009

— 07.06.2009

Enttäuschte Gesichter bei Ferrari

Der italienische Rennstall machte im Verlauf des Wochenendes statt Fortschritten Rückschritte, kein Wunder also, dass man enttäuscht ist

Für das Ferrari-Team gab es beim Großen Preis der Türkei nicht viel zu holen. Felipe Massa sammelte als Sechster immerhin drei WM-Punkte, Teamkollege Kimi Räikkönen ging nach einem schlechten Start auf Position neun leer aus.

"Ein sehr schwieriger Tag für uns", so Massa. "Wir müssen die Tatsache akzeptieren, dass der sechste Platz das Beste war, was wir erreichen konnten, denn wir waren nicht schnell genug, um gegen jene vor uns zu kämpfen. Wir müssen an der Entwicklungsfront des Autos weiterhin Druck machen, um Boden auf unsere fehlende Performance gutzumachen, beginnend mit dem Rennen in Silverstone."

"Vom Freitag an war es schwierig, einen Weg zu finden, um die Reifen zum ordentlichen Arbeiten zu bewegen. Zum Beispiel schienen heute die weichen Reifen besser zu funktionieren als an den Tagen zuvor, aber sie schon vom Start weg zu nutzen, wäre aufgrund der Abnutzung ein Risiko gewesen. Diese schien bis gestern ziemlich signifikant zu sein."

"Dies war definitiv nicht ein Rennen, das wir erwartet oder gewollt hatten", meinte Räikkönen. "Die erste Runde war für mich entscheidend. Ich verlor wertvolle Plätze, und dann war es nicht mehr möglich, sie zurückzuerobern, weil wir nicht schnell genug waren. Im Verlauf der vergangenen Wochen haben wir unsere Leistung deutlich verbessert, aber wir sind noch nicht auf dem Niveau der Besten, besonders auf Strecken wie diesen."

"Es ist nie einfach aufzuholen, denn in der Zwischenzeit stoppen die anderen ihrer eigenen Entwicklung nicht. Wir dürfen diesbezüglich nach einem Wochenende wie diesem nicht negativ sein, aber wir sollten uns weiterhin darauf konzentrieren und Druck machen. Ich bin mir sicher, dass wir schon bald in den Kampf um Top-Platzierungen zurückkehren werden. Es wird nicht einfach werden, aber ich habe in dieses Team Vertrauen."

"Wir haben von diesem Wochenende definitiv mehr erwartet", so Teamchef Stefano Domenicali. "Insbesondere angesichts der Tatsache, was wir am Ende des Samstagmorgen gesehen hatten, als unsere Wettbewerbsfähigkeit ziemlich gut war. Wir müssen verstehen, warum die Leistung unseres Autos sich im Verlauf der drei Tage in negativer Weise verändert hat."

"Unsere Geschwindigkeit im Rennen, die wir an diesem Nachmittag gesehen haben, war nicht auf dem Niveau der Besten, aber sie war auch nicht so gut wie viele andere. Wir müssen weiterhin an der Entwicklung des Autos arbeiten, um zu versuchen, Boden gutzumachen. Dabei bleiben wir weiterhin fokussiert, ohne durch diesen Rückschlag demotiviert zu werden."

"Wir sind sehr enttäuscht, denn wir hatten erwartet, um bessere Platzierungen zu kämpfen", so Chefingenieur Chris Dyer. "Wir müssen wirklich verstehen, warum wir vom einen auf den anderen Tag so viel Geschwindigkeit verloren haben. Heute waren wir nicht konkurrenzfähig, nicht gegen Brawn und Red Bull, aber auch nicht, wenn wir uns mit Toyota und Williams vergleichen. Hinzu kommt, dass uns die Art und Weise, wie die erste Runde gelaufen ist, eine Menge gekostet hat. Es ist kein Zufall, dass die Klassifikation unserer Autos am Ende der ersten Runde dieselbe war, wie als wir die karierte Flagge sahen."

Fotoquelle: xpb.cc

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