Norbert Haug sieht den Wettbewerb in der Formel 1 auf einem großartigen Niveau

Formel 1 2009

— 08.06.2009

Haug: "Level ist höher als jemals zuvor"

Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug sieht die Formel 1 in einer neuen Ära: "Die Formel 1 war noch nie auf einem solch hohen Niveau"

Die Formel 1 ist die Spitze des Motorsports und sie soll es bleiben. Diese Ansage ist im Zuge der Diskussionen um Sparmaßnahmen und neue Regeln immer wieder getätigt worden. Angesichts der potenziellen Neueinsteiger hatten viele Beteiligte bereits gefürchtet, die Königsklasse können zu einer B-Liga verkommen. "Der Level ist so unglaublich hoch. Höher als jemals zuvor. Das muss man bedenken", sagte Norbert Haug über die Qualität der Formel 1.

Die Worte des Mercedes-Motorsportchefs sind gleichzeitig ein Kompliment an die bestehenden Teams und eine Mahnung an potenzielle Neulinge. "Das ist das Ergebnis einer harten Arbeit auf allerhöchstem Niveau. Man sieht kaum noch technische Gebrechen", so Haug zur aktuellen Situation in der Königsklasse. "Wenn du auch nur einen kleinen Fehler machst, beim Setup oder sonstwo, dann bist du ganz schnell im Niemandsland."

Gerade McLaren-Mercedes bekomme die neue Qualität des Wettbewerbs hart zu spüren. "Wir arbeiten in einem unglaublich harten Wettbewerbsumfeld. Die Formel 1 war noch nie auf einem solchen hohen Niveau wie jetzt gerade. Der Nachteil ist, dass es sehr eng zugeht und wir im Moment hinten sind. Der Vorteil ist, dass du ganz schnell Sechster, Siebenter oder Achter sein kannst, wenn du eine halbe Sekunde findest."

Dieses hohe Niveau des Wettbewerbes sei auf der einen Seite Konsequenz der neuen Regeln, auf der anderen Seite aber auch Ergebnis einer teuren Professionalisierung. "Die Zeiten, als sich die Teamchefs vielleicht die Taschen vollgemacht haben, sind lange vorbei. Das Geld wurde investiert in die Teams." Es sei keineswegs so, dass die Teams ihr Geld in den vergangenen Jahren zum Fenster herausgeworfen hätten.

"In der Formel 1 arbeiten bestens ausgebildete, sehr engagierte und hoch motivierte Menschen. Wenn jeder seinen Job so machen würde wie die Leute im Motorsport mit ihrer Leidenschaft, dann wäre das eine hervorragende Grundlage für alles", sagte der Mercedes-Rennleiter. Die Formel 1 sei zum Tummelplatz der weltweit besten Fachleute geworden. Nachteil: In Zeiten des Sparens landen nun einige dieser Spitztenleute auf der Straße. Mercedes ist nicht der einzige Teilnehmer, der Stellen streicht.

Und dennoch beteuerte Haug, dass man in den vergangenen Jahren viel Geld auch unfreiwillig investieren musste. Es sei nicht nur verschwenderisch von Seiten der Werksteams gewesen, sondern auch die FIA trage eine Mitschuld an den horrenden Ausgaben. "Wir müssen die Realität anschauen", so der Schwabe. "Wir hatten zum Beispiel den Schritt von 10-Zylinder-Motoren auf Achtzylinder. Wir mussten sehr viel investieren. Das lag auch an den Regeln und nicht nur an den Teams."

Fotoquelle: xpb.cc

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